Nov 05 2009
Vor- und Nachteile des Wahl-O-Mats
Ist der Wahl-O-Mat eine Entscheidungshilfe für unsere Gesellschaft oder verfälscht und manipuliert er unsere Wahlentscheidung?
Als positiv kann empfunden werden, dass der Wahl-O-Mat dem Nutzer eine grobe politische Orientierung bietet. Man erfährt die politischen Einstellungen der Parteien zu bestimmten politischen Themen. Außerdem weckt er allgemein das Interesse an der Bundestagswahl, sowie an der Politik und fördert somit den Diskussionsbedarf und ebenso den Meinungsaustausch der Gesellschaft.
Auf der anderen Seite kann das Ergebnis jedes einzelnen Nutzers die Wahlentscheidung manipulieren, da die Parteien falsche Angaben über ihre Meinung geäußert haben könnten. Beantwortungen missverständlicher Fragestellungen und unverständlicher Fragen können das Wahlergebnis beeinflussen. Gerade für Menschen, die sich weniger mit der Politik auseinandersetzen, kann es schwierig sein, die Fragen seiner Meinung entsprechend zu beantworten. Problematisch sind ebenso die Antwortmöglichkeiten welche sich auf „Ja, Nein, Neutral“ beschränken. Diese sind unzureichend und in den meisten Fällen nicht aussagekräftig genug, um die Position der verschiedenen Parteien zu diesem Thema nach zu vollziehen. Laut dem Softwareunternehmen „Convit“ sei eine Manipulation der Software nicht auszuschließen. „Innerhalb einer sehr kurzen Zeit könne das Ergebnis einer jeden Partei in der Onlineumfrage verbessert und somit die Wahlabsicht der Wähler beeinflusst werden.“
Fakt ist, dass der Wahl-O-Mat den Diskussionsbedarf und den Meinungsaustausch fördert. Ebenso dient er als Orientierungshilfe der Parteiprogramme, welche allerdings mit Vorsicht zu genießen ist.
Autoren: Jonas und Lara
Generell können sich weniger Informierte eigentlich leichter entscheiden. Also, ist es für weniger politikbewanderte tatsächlich schwieriger, die Fragen “seiner meinung entsprechend” zu beantworten? Das bezweifle ich doch irgendwie.
Das einzige was angezweifelt werden kann, ist, ob dann am Ende auch die Partei herauskommt, die man völlig uninformiert und ohne den Wahl-O-Maten bzw ausgiebig informiert gewählt hätte. Vermutlich nicht.
Das Problem am Wahl-O-Maten ist tatsächlich die Kürze der präsentierten Thesen. Damit hat man in meinen Augen allerdings eher ein Problem wenn man informiert ist, als wenn man nicht informiert ist.
Für weniger “Politikbewanderte” ist es schwieriger die Fragen zu beantworten, da es vorkommen kann, dass sie die Fragestellungen und bestimmte Wörter nicht verstehen.(wie schon erwähnt) Als Beispiel mal eine These herausgenommen: These 33 “Generelles Verbot von Rüstungsexporten deutscher Firmen.” Falls das Wort “Rüstungsexport” hier nicht verstanden oder falsch verstanden wird, ist es nicht möglich die Frage adäquat zu beantworten, usw.