Archive for Mai, 2008

Mai 28 2008

re:publica 08: Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?

Die öffentlich rechtlichen Sender sind in der Kritik. Sie seien in der Programmauswahl nicht an jüngeren Bürgern orientiert, bieten nur über 55-Jährigen Programm. Ausserdem mangele es gehörig bei der Bereitstellung von Informationen über neue Medien.
Diesen Kritikpunkten stellt sich eine Sprecherin der ARD auf der re:publica. Die wichtigsten Diskussionspunkte will ich hier noch einmal kurz wiedergeben.

Was ist öffentlich-rechtlich überhaupt?

Das fragt man sich. Wozu bezahlen wir Unsummen an GEZ-Gebühr? Die ÖR (öffentlich-rechtlichen) Anstalten wurden nach dem Krieg absichtlich so aufgebaut, dass nicht der Staat den Rundfunk macht, sonder das Volk Gebühren an die Anstalt abführt, damit eben der Staat keinen Einflauss auf diese ausüben kann. Wozu so etwas führen kann, lässt sich nicht zuletzt aus dem letzten Weltkrieg ersehen, wo der Rundfunk Propagandainstrument war. Dem soll durch dieses System vorgebeugt werden. So haben auch Konzerne keinen Einfluss aufs ÖR (im Gegensatz zu beispielsweise den USA).
Der Auftrag der ÖR ist, die Bürger facettenreich zu informieren, ohne dabei eine (poloitische) Meinung zu überrepräsentieren.

Forderung: ÖR on demand

Was bei vielen Internetangeboten selbstverständlich ist, damit tun sich die ÖR noch schwer: ihre Inhalte online zugänglich zu machen, auch Zusatzangebote einzustellen und zu betreuen. Man hat aber doch GEZ-Gebühren bezahlt. Warum kann man sich den Tatort dann nicht angucken wann man will, z.B. online?
So ein Konzept ist bei den ÖR bereits in Planung. Es ist allerdings in der Schwebe, ob dieses Projekt jemals durchgeführt werden will, da derzeit in Brüssel ein Gesetzentwurf vorliegt, der den ÖR vorschreibt, dass sie ihr selbst produziertes Material maximal 7 Tage verfügbar halten dürfen. Zusatzangebote wie vertiefende Kommentare, Hintergrundinformationen, etc. dürften lt. diesem Urteil garnicht mehr angeboten werden. Dagegen sind auch die ÖR machtlos, sie würden ihre Mediathek gerne starten, dürfen es aber, wie es aussieht nicht.
Ein anderes Problem stellen die nicht selbst produzierten Angebote dar. Sendungen, die die Sender einkaufen stehen unter Urheberrecht. Dieses würde verletzt werden, wenn man es für jedermann zu jeder Zeit zugänglich veröffentlichen würde. Um das Urheberrecht nicht zu verletzen, müssten die Rundfunkanstalten dem Urheber jeden Click vergüten, was natürlich erhebliche Kosten verursachen würde. Es sollen vertragliche Einigungen mit den Urhebern angestrebt werden, die es den ÖR ermöglicht, die Inhalte nach dem Sendetermin weiterhin verfügbar zu halten. Immer vorausgesetzt natürlich, dass der Brüsseler Gesetzentwurf so nicht verabschiedet wird…

Kritik: junge Leute haben nichts von den ÖR

Theaterstadl, Wetten dass und co. “Die öffentlich rechtlichen sind doch nur noch was für Leute, die aus eigener Kraft nicht mehr vom Fernseher wegkommen!”.
Die ÖR müssen, wie in ihrem Auftrag steht, jedem Bundesbürger Programm bieten. Dass das jetzt den Bloggern, die ja eher jüngeren Baujahrs sind, nicht unbedingt gefällt, ist klar. Sie fühlen sich zurückgesetzt. Aber es gibt nun einmal auch ältere Mitbürger, da kann man noch so viel an der Aussagekraft von Einschaltquoten zweifeln.

Forderung: ÖR-Produktionen mit Creative Commons Lizenz

Warum darf man eigentlich die Tagesschau nicht in seinen Blog einfügen, wenn man auf etwas Bezug nehmen möchte? Die Gebühren hat man ja bereits GEZahlt. Warum darf man Beiträge dann nicht weiterveröffentlichen oder ‘remixen’?
Das Problem, dass die ÖR hier haben ist folgendes: Wenn ein Beitrag durch wen auch immer ‘zerpflückt’ wird, gegebenenfalls aus dem Kontext herausgerissen wird, inwiefern ist die Marke ÖR dann noch valide? Ein verhackstückelter Beitrag der ÖR auf einer Neonazi-Homepage würde dieser Seite den Anschein von Glaubwürdigkeit verleihen, die ÖR aber verfälschen. Wenn man die Inhalte verändern kann, kann das dem Ruf der ÖR schaden. Auch schon die weiterveröffentlichung kann Beiträge in ein falsches Licht rücken.

Fazit:

Ich fand diese Debatte (oder wie man es neudeutsch zu nennen scheint: Panel) wider Erwarten ziemlich spannend und hat mir einige Punkte aufgezeigt, bei denen den ÖR mitunter ziemlich starl die Hände gebunden sind. Andererseits kamen aus dem Publikum auch vereinzelt gute Anregungen, das Programm der ÖR auf das Internet noch stärker zu erweitern.

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Mai 26 2008

re:publica: “Weil wir es können” – Vorteile, Probleme und Entwicklungen hinsichtlich neuer Produktionsmittel im Web 2.0

Published by Marius Drees under Allgemein, re:publica

Die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Weil wir es können“ behandelt in rund 55 Minuten das Thema der neuen Produktionsmittel (Blogs, Podcasts etc.), deren Sinn und Auswirkung auf Mensch und Gesellschaft.

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Mai 22 2008

re:publica ‘08: Die Qualitätsdebatte: Blogs vs. Journalismus?

Published by danielme under Allgemein, re:publica

In der Podiumsdiskussion „Die Qualitätsdebatte: Blogs vs. Journalismus?“ der re:publica `08 diskutierten Mercedes Bunz, Chefredakteurin von Tagesspiegel online, Thomas Knüwer, Printjournalist vom Handelsblatt und Blogger, Stefan Niggemeyer vom Bildblog und Moderator Johnny Häussler über das Verhältnis von Blogs zu Print- und Online-Journalismus.

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Mai 22 2008

Re:publica 08: Geld verdienen mit Blogs

Published by Hauke under Allgemein, re:publica

Geld verdienen mit Blogs soll es sein und darf man mit Blogs überhaupt Geld verdienen? Hier eine kurze Zusammenfassung der Diskussion unter der Voraussetzung, dass ein großes Stück Knowhow fehlt um alle Fachwörter richtig einordnen zu können.

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Mai 22 2008

Die kritische Masse

Published by Johanna under Allgemein, re:publica

In der Hoffnung, dass noch niemand über das Re:publica-Gespräch zur kritischen Masse geschrieben hat (auch wenn ich nachgeschaut habe…), fasse ich hier das Video zusammen.

Das Video ist eine Radiosendung des Chaos Computer Clubs, Gast ist dementsprechend auch ein Mitglied und zwar Peter Glaser. Er ist seit frühesten Wehen des Computerzeitalters im CCC, empfindet sich selbst aber hauptsächlich als Autor.

Als dieser kennt er seine Leserschaft nicht, schreibt also in einen dunklen Raum hinein und weiß nichts über die Masse, die er anspricht. Wichtig ist für ihn allerdings, dass er die Masse nicht als Masse wahrnehmen will, sondern als Gruppe von Individuen. Jeden Monty Python-Fan wird es freuen, dass er als Grundszene zum Demokratieverständnis “Das Leben des Brain” aufführt – insbesondere die Szene als er auf dem Balkon steht und der versammelten Menge morgens zuruft, dass sie alle anders wären (also Individuen) und alle gleichzeitig mit einem stumpfen “JA!” antworten. Nur einer ruft den legendären Spruch “Ich bin gleich!”.

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Mai 19 2008

lernfunk.de

Published by Tim Schmidt under Allgemein

Kennt ihr eigentlich schon die Plattform “lernfunk.de”. Dort finden sich alle Videoaufzeichnungen und Podcasts der Universität Osnabrück an einem Ort. Es lohnt sich sicher, dort mal reinzuschauen. Leider sind nur ein kleiner Teil der Vorlesungsaufzeichnungen öffentlich. Die meisten Video- oder Audiodateien benötigen die Teilnahme an der entsprechenden Lehrveranstaltung in Stud.IP. Aber mit einer netten Mail an die Dozentin oder den Dozentin bekommt ihr da sicher einen Zugang. Zudem gibt es da so interessante Sachen, wie den Podcast zum Katholikentag.

Also reinhören lohnt sich: http://www.lernfunk.de

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Mai 19 2008

Shibboleth – der Universalschlüssel für elektronische Dienste

Published by Tim Schmidt under Allgemein

Als Dozentin oder Dozent umfangreiche Lernmaterialien im Internet zu erstellen, ist aufwendig und kann nicht einfach nebenbei erledigt. Tun sich aber einige Hochschullehrende zusammen und finden dann noch die Unterstützung der Studierenden gilt: Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit. Bis vor kurzem hat eine technische Möglichkeit gefehlt, verschiedene Hochschulen – deren Studierenden und Lehrende – zu vernetzen. Jeder schnorrte im eigenen Saft- bzw. in der eigenen Lernplattform – ein Austausch war nur schwer möglich.

Mit Shibboleth wird das anders. Es ist quasi der Universalschlüssel zu den verschiedenen Diensten in Niedersachsen. Was Shibboleth noch alles ist, beschreibt Elmar Ludwig in seinen Blogbeitrag im Stud.IP-Blog:

Im Prinzip kann man Shibboleth so auffassen, daß aus der Menge der an allen beteiligten Standorten bekannten Nutzer ein großer “Nutzerpool” gebildet wird, der dann über Shibboleth Zugriff auf verschiedene Dienste – wie statische Web-Seiten, Wikis, Foren usw. – erhalten kann. Jeder Nutzer (egal von wo) kann sich dabei an jedem Dienst (egal wo dieser liegt) mit seiner gewohnten Kennung anmelden.

Leider ist der Dienst nur in Osnabrück eingerichtet. Aber es ist nur eine Frage der Zeit bis auch die anderen Rechenzentren in Niedersachsen nachziehen. Wenn die Vorteile der Kommunikation über die eigene Hochschule hinaus von Studierenden und Lehrende erstmal erkannt werden, will sicherlich jeder mitmachen.

Aber schon jetzt bietet das System für die Studierenden in Osnabrück große Vorteile. Ganz nebenbei löst Shibboleth nämlich ein Problem, das ich aus mediendidaktischer Sicht für besonders relevant erachte. Dank der Konfiguration von Elmar Ludwig kann ich nämlich einzelne Seite im Wiki gezielt anspringen. Wieso kann ich das Blog und die passwortgeschützten Texte im Wiki nicht einfach verlinken? Bis gestern konnte man leider gar nicht direkt verlinken. Das Login erfolgt über die Teilnahme an einer Stud.IP-Veranstaltung.

Dank Shibboleth kann ich jetzt direkt dahin springen. Dazu sind drei Schritte notwendig. (Voraussetzung ist, dass man Teilnehmer in der Lehrveranstaltung “Bildung im Web 2.0″ ist.)

  1. Klick auf den Link (unten)
  2. Auswahl der Heimateinreichtung. Achtung: Bitte nicht die Option auswählen: “Auswahl permanent speichern und den WAYF von jetzt an umgehen.”
  3. Einloggen (bei myUOS)
  4. Bin ich schon drinnen, oder was?

Hier geht es ins Wiki der Veranstaltung … klick
Und was ist, wenn es nicht klappt:

Bitte kurz eine Mail schreiben an. Tim.Schmidt@uni-osnabrueck.de

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Mai 18 2008

re:publica’08: Wenn Politiker ins Internet sprechen

Published by Marv under Allgemein, re:publica

Die Podiumsdiskussion „Wenn Politiker ins Internet sprechen“ stellt sich der Frage wie man politische Kommunikation im Internet umsetzt und wie sich das Internet als Wahlkampfplattform entwickeln wird. Neben dem Moderator Falk Lüke sind an der Diskussion beteiligt:

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Mai 13 2008

ediscio

Published by Tim Schmidt under Allgemein

Hat noch jemand Lust, sich folgende Site anzuschauen?

—-

Auf der Suche nach Leuten, die sich mit Web2.0-Lernanwendungen beschäftigen, bin ich auf Ihr Gemeinschaftsblog “Bildung im Web 2.0 – Neue Lernformen im Internet?” gestoßen. Ich habe für den Eigenbedarf als Student ein Programm zum Lernen nach dem Lernkartei-System entwickelt, und dies mal zur Community erweitert. Nun suche ich noch nach Usern – eventuell wäre das ja für Ihre Leserschaft interessant?

Die Anwendung liegt auf http://www.ediscio.de/ . Etwas mehr über die Funktionsweise und Entstehung erfährt man unter http://www.ediscio.de/about.php .

Viele Grüße,
K. Kröner

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Mai 12 2008

re:publica’08: Bloglaw reloaded

Published by alwalter under Allgemein, re:publica

re:publica’08: Bloglaw reloaded

In dem Beitrag referieren Anwälte über die Rechtgrundlagen im Web, wie Wikipedia oder bei den Portalen, bei denen Lehrer bewertet werden. Welche Haftungen muss man übernehmen, wenn der Inhalt nicht selbst geschrieben ist, welche Äußerungen im Nezt sind unzulässig, was darf man bloggen? Mit diesen Fragen und vielen anderen beschaftigt sich der Beitrag.

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