Mrz 30 2012

Gewalt und Pornografie in Internet

Published by Jan under Allgemein

Das Internet ist ein stetig wachsendes Medium, das alle Facetten dieser Welt zu bieten hat. Wirft man einen oberflächlichen Blick darüber erkennt man durchaus viele positive Dinge. Beispielsweise kann man alte Freunde in Social Networks finden, mit Verwandten per Webcam über die neuen Urlaubsbilder diskutieren oder im Online-Versandhaus shoppen. Aber man darf die fragwürdigen  oder gar grausamen Elemente dieses Mediums nicht aus dem Blickwinkel verlieren.

Auf körperliche Gewalt trifft man längst nicht mehr nur auf den gefährlichen Straßen der Großstädte. Das Internet bietet eine Vielzahl an Websites, die einzig und allein auf “Foto- und  Videosammlungen von verletzten, verunstalteten, toten und getöteten Menschen (…)” (Zitat der Website jugendschutz.net; URL:
http://www.jugendschutz.net/gewalt/index.html (21.10.2011)) ausgerichtet sind.  Solche Bilder- und Videoansammlungen bieten den Kindern eine absolut verzerrte Darstellung der Wirklichkeit. Hier wird Gewalt als Mittel zum Ausdruck von Macht und Überlegenheit verwendet. Im schlimmsten Fall können sich solche Ideen in den Köpfen der Kinder festsetzen, sodass sie dann auch in der realen Welt gegenüber ihren Mitmenschen gewalttätig werden. Kindern und Jugendlichen sind diese Seiten leider ebenso zugänglich wie Erwachsenen.

Ähnlich verhält es sich mit der Pornografie. Auch hier können Jugendliche gemütlich auf Seiten spazieren, deren Videos sie in einer Videothek nicht einmal zu Gesicht bekommen würden. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Zugang zu solchen Websites untersagt – es ist laut den Jugendschutzbestimmungen sogar unzulässig Pornografie überhaupt im Internet publik zu machen. Allerdings gibt es auch hier ein Schlupfloch. Ist nämlich sichergestellt, dass die Besucher der Internetseiten über 18 Jahre alt sind, so ist das Betreiben solcher Websites erlaubt. Schaut man nun aufe ine dieser Seiten, stellt man fest, wie einfach diese “Barriere” zu überwinden ist. Die Frage, ob man über 18 Jahre alt sei, an dieser Stelle mit Ja zu beantworten, ist keine Kunst der Computer-Überlistung. Einfach nur einen Knopf drücken und man ist drin. Und auch hier zeigt sich wieder die Verzerrung der Wirklichkeit darin, dass auf derartigen Pornoseiten den Kindern und  Jugendlichen vollkommen abwegige Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft aufgezeigt werden. Als erwachsener Konsument hat man dabei in der Regel die nötige Distanz und einen Überblick,  der Kindern und gerade Jugendlichen (vor allem auch in der Pubertät als Phase der Orientierung) fehlt.

Dieser einfache Zugang zu derartigem Material stellt ein enormes Problem dar. Kinder bemerken gar nicht oder nur sehr spät die Gefahren, die von solchen Internetseiten ausgehen. Zwar gibt es,  wie oben schon erwähnt, “Schutzmechanismen” seitens des Gesetzbegers in Form des Jugendschutzgesetzes – dieses ist aber längst nicht ausreichend.

Fazit: Eine gute Aufklärung der Kinder und vor allem auch der Eltern ist hier eine wichtige Grundlage, um Kinder zu schützen. So versucht beispielsweise die “Klicksafe”-Kampagne1der EU, auch  und gerade über das viel konsumierte Medium Fernsehen für dieses Thema zu sensibilisieren. Wer kennt nicht den Kampagnenwerbespot “Wo ist Klaus?”, in dem fragwürdige Personen, mit eindeutigen Absichten, an der Haustür der Familie Vogel sich danach erkundigen, wo Klaus sei. Der Spot endet mit der indirekten Aufforderung: “Im wirklichen Leben würden Sie Ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet.” Abschließend stellt sich die Frage: Sind derartige Mittel geeignete und ausreichende Präventionsmaßnahmen?

Klicksafe Kampagne

Das “Safer Internet Programm” startete 1999, um die sichere Nutzung moderner Kommunikationsmittel zu fördern und den Verbraucher vor unerwünschten, illegalen oder schlicht schädlichen Inhalten zu schützen. Neben der Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft pflegt das Programm Klicksafe vielzählige Kontakte zu verschiedensten Einrichtungen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Kampagne weiterhin bestehen bleiben kann und es sie inzwischen in mehr als 25 europäischen Ländern gibt. Neben der Internetplattform zum Aufbau der Medienkompetenz und allgemeiner Sensibilisierung im Internet gehören zu dem “Safer Internet Programm” auch eine Hotline und eine Helpline, die wohl besser unter dem Slogan “Die Nummer gegen Kummer” bekannt ist. Die Helpline dient dabei nicht nur Kindern und Jugendlichen sondern auch Eltern und Lehrern als Beratungsstelle. Bei der Arbeit mit Jugendlichen setzt Klicksafe in erster Linie auf Ermunterung statt Belehrung, denn vorsätzlich gilt „Nur, wer sich selbst über Problematiken und Risiken des Internets bewusst ist und somit im Positiven über Medienkompetenz verfügt, versteht sich und andere zu schützen.“ (entnommen aus http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/die-initiative/projektinfo/was-macht-klicksafe/ am 17.02.2012) Jugendliche und Kinder neigen einmal mehr dazu sich von diversen “Angeboten” im Internet verleiten zu lassen als Erwachsene. Fast jeder Jugendliche hat bereits in jungen Jahren einen freien und unkontrollierten Zugang zum Internet dies macht die Kontrolle seitens der Eltern natürlich umso schwieriger. Die Arbeit von Klicksafe beruht dabei auch auf der Öffentlichkeitsarbeit, d.h. das Bewusstsein der Öffentlichkeit soll auf die Probleme, welche mit der Internetnutzung einhergehen, gelenkt werden. Denn nur mit der Aufmerksamkeit der Gesellschaft kann eine Verbesserung erzielt werden. Der Apell geht also nicht nur an die Kinder und Jugendlichen selbst, sondern auch an die Eltern, Lehrer, Erzieher, Pädagogen und alle diejenigen, die mit ihrem täglichen Umgang mit den Jugendlichen diese im sicheren Umgang mit dem Internet sensibilisieren können. Zu den Themen auf die Klicksafe aufmerksam machen möchte gehören neben den gewaltverherrlichenden und pornographischen Medien auch rassistische, antisemitistische oder rechtsextremistische Inhalte, außerdem Pädosexualität, Sexismus und Verharmlosung von Drogenkonsum im Internet. Denn auch wenn die meisten diese Medien gesetzlich zugelassen sind, können sie in Kinderhänden zu Schäden in vielerlei Hinsicht führen, weshalb es sich Klicksafe zur Aufgabe gemacht hat die Gesellschaft für diese Themen zu sensibilisieren. Neben
zahlreichen TV-Spots ist Klicksaft auch auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen wie z.B. der “didacta”, der “Games Convention” oder der IFA vertreten um dadurch möglichst viele Nutzer zu erreichen. Neben der gewonnenen Aufmerksamkeit bieten diese Veranstaltungen zusätzlich auch die Möglichkeit zur Verbreitung von Information, Materialen und Ansprechpartnern.

Letztlich bleibt in Bezug auf Schule die Frage, wie man dieses “Safer Internet Programm” in der Schule erfolgreich umsetzten kann. Aber auch hierfür hat Klicksafe eine Antwort, und zwar in Form von zahlreichen Informations- und Arbeitsbroschüren. Diese stehen alle kostenlos als Download auf der Homepage www.klicksafe.de/materialien/ zur Verfügung. Dort befinden sich unter anderem
Ratgeber für Lehrer, Eltern und für die Jugendlichen und Kinder selbst. Viele Broschüren bieten neben wertvollen Informationen und Tipps zu verschiedensten Themenbereichen rund ums Internet auch zahlreiche Ideen zur Umsetzung für konkrete Situationen in Schule und Alltag. Beispielsweise das Lehrerhandbuch “Knowhow für junge User” beinhaltet zahlreiche Materialien für den Unterricht im Zusammenhang mit Internetsicherung. Die zur Verfügung gestellten Arbeitsblätter sind unterteilt in drei Kategorien die sich an den Schwierigkeitsgraden für die verschiedenen Klassenstufe orientieren; 4.-6. Klasse =“einfach”, 7.-8. Klasse = “mittel” und schließlich 9.-10. Klasse = “schwer”. Durch ergänzende methodisch-didaktische Kommentare und weiteren Anregungen im Anschluss an die Arbeitsblätter wird hier auch die Möglichkeit zur Vertiefung und Weiterarbeit geleistet. Auch speziell das Thema der Jugendsexualität bzw. der Pornographie im Internet wird in einer Broschüre “Let´s talk about Porno!” thematisiert, wobei diese ebenfalls viele Arbeitsmaterialen für die Schule und Jugendarbeit bietet.

(S. Masch, C.Brinkmann, D.Polhout, J. Summe)

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Mrz 20 2012

Gewaltspiele

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Neben zahlreichen aus Sicht des Jugendschutz unbedenklichen PC- und Konsolenspielen gibt es auch solche, die sich expliziet an Erwachsene richten, sei es durch die Darstellung oder durch den Inhalt. Obwohl Statistiken dieses nicht eindeutig belegen, ist in den letzten Jahren die Gewalt unter Jugendlichen in der öffentlichen Wahrnehmung stetig getiegen und so wird auf der Suche nach den auslösenden Faktoren immer wieder auf ebenjene Spiele verwiesen. Insbesondere im Zusammenhang mit Ereignissen wie dem Amoklauf von Winnenden eröffnen die Medien regelmäßig heikle Diskussionen, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von sogenannten Ego-Shootern und ähnlichem und der Gewaltbereitschaft von Jugendlichen gibt. Hierbei haben Medien und Politik den Begriff der “Killerspiele” geprägt, leider ohne diesen weiter in irgendeiner Weise zu definieren, so dass diese Bezeichnung lediglich eine inhaltsleere Worthülse zu polemischen Zwecken darstellt.

Es gibt nun zahlreiche Studien im Bezug auf die Kausalität zwischen Spielen mit gewaltsamen Inhalt und dem sozialen Verhalten, die sich widersprechen. Auf der einen Seite wird ein Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und dem Konsum von Gewaltspielen gesehen, aber auf der anderen Seite gibt es Meinungen, die dem mit eigenen Argumenten entgegen gehen.

Laut den Ergebnissen einer Studie sei das Gehirn dazu in der Lage zwischen realer und der Gewalt in Computerspielen zu unterscheiden, da sich verschiedene Hirnaktivitäten aufzeichnen ließen. Daher führten Gewaltspiele nicht zu erhöhtem aggressiven Verhalten im realen Leben. Der Mensch könne zwischen realer und fiktiver Gewalt unterscheiden.

Dem gegenüber stehen Studien, die den Konsum dieser Spiele kritisch sehen. Besonders durch Ego-Shooter werde Gewalt am Computer aktiv eingeübt und nicht nur, wie beim Fernsehen, passiv konsumiert [wobei auch die Passivität hierbei fraglich ist]. Also sei der Effekt des Gewalttrainings größer als zum Beispiel beim Schauen von Filmen, die Gewalt beinhalten, weil die emotionale Beteiligung des Spielers größer sei. Die Betrachtung von Gewaltszenen führe zu einer Abstumpfung, die sich nicht nur auf die virtuelle, sondern auch auf die reale Welt beziehe. Das stehe auch in Zusammenhang mit der Dauer des Konsums, was bei Schülern dazu führe, dass sie vor allem in der Schule schlechtere Leistungen im Lesen und Schreiben erbrächten.

Bei allen möglichen negativen Auswirkungen muss man daher bedenken, dass die Kausalität zwischen Gewaltspielen und der Anwendung von realer Gewalt bis heute nicht eindeutig belegt ist. Es gibt zahlreiche andere Faktoren, die dazu beitragen können, dass gewalttätiges Verhalten bei Jugendlichen auftritt.

Welche Konequenzen ergeben sich daraus nun? Wenn man berücksichtigt, dass der deutsche Jugendschutz zumindest im Bezug auf demokratische Gesellschaften einer der strengsten weltweit ist, erscheint eine weitere Verschärfung unangemessen und wenig zielgerichtet. Diese Konsequenz wird umso deutlicher, wenn man bedenkt, wie einfach der deutsche Jugendschutz durch den Import von Spielen, durch Schwarzkopien aus dem Internet oder von Freunden oder auch einfach durch das Desinteresse von Verkäufern ausgehebelt werden kann. Umgekehrt könnten derartige Maßnahmen unter Umständen dazu führen, dass der Reiz des Verbotenen gewaltbeinhaltende Spiele in den Augen von Jugendlichen noch interessanter macht. Es wäre also ratsamer, derartige Inhalte nicht zu tabuisieren, sondern z.B. im Rahmen des Medienführerscheins oder eines Faches “Medienbildung” zu thematisieren. Denn auch Jugendliche sind nicht nur passive Rezipenten, die der medialen Gewalt schutzlos ausgeliefert sind, sondern wählen und verarbeiten aktiv, was sie wahrnehmen.

Als Adressaten würden sich in der Grundschule in erster Linie die Eltern anbieten, da sich der Themenkomplex kaum altersgerecht mit den Schülern behandeln lässt. Wichtig ist es hierbei, Interesse und und ein Verständnis dafür zu entwickeln, womit die Kinder in welchem Ausmaß den Nachmittag verbringen. Man könnte zu diesem Zweck z.B.einen speziellen Themenabend veranstalten, welcher zielgerichtet über aktuelle Trends in diesem Bereich informiert und über die verbindlichen Alterskennzeichnungen der USK und deren Kriterien bei der Beurteilung aufklärt.

In der Klassenstufe 9 kann das Thema auf der anderen Seite besser direkt mit den Schülerinnen und Schülern besprochen werden. Dabei sollte vermieden werden, lediglich zweifelsohne vorhandene Risiken und negative Eigenschaften von Videospielen anzusprechen, um einem Abblocken seitens der Schülerschaft entgegenzuwirken. So könnten z.B. Alternativen zu gewaltbeinhaltenden Spielen aufgezeigt werden und kreative Aspekte wie die sogenannte “Modding-Szene” hervorgehoben werden. Ziel sollte vor allem sein, das Schülerinnen und Schüler eine kritische Grundhaltung und Distanz gegenüber den dargestellten Inhalten gewinnen (Stichwort Medienkritik).

Bezüglich der unterschiedlichen Medienwahrnehmungen ließe sich ansonsten ein Versuch durchführen, bei dem die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen geteilt werden. Die eine Gruppe könnte für einen bestimmten Zeitraum ein Spiel spielen und anschließend ihre Eindrücke festhalten, wohingegen die andere Gruppe im gleichen Zeitraum ein Video über dasselbe Spiel sieht und danach ebenfalls ihre Eindrücke darlegt. Zuletzt können dann die Schilderungen bezühlich der Wahrnehmung, Bewertung und Schwerpunktsetztung verglichen werden. Ziel soll dabei die kritische Reflexion der eigenen Medienwahrnehmungen sein.

Allgemein problematisch ist im Bezug auf dieses Thema, dass viele kontroverse Spiele von der USK ab 18 Jahren freigegeben sind und somit für die Behandlung im Unterricht aus rechtlichen Gründen nicht in Frage kommen. Zur Veranschaulichung kann aber auch auf speziell für den deutschen Markt angepasste Versionen zurückgegriffen werden, welche häufig schon eine Freigabe ab 12 oder ab 16 besitzen.

Quellen:

http://www.welt.de/vermischtes/article1154868/Jugendkriminalitaet_in_Deutschland_nimmt_ab.html

http://www.zeit.de/online/2006/49/computerspiele-gewalt-psychologie

http://www.focus.de/digital/games/killerspiel-studie-fuer-gamer-ist-gewalt-nicht-immer-ein-spiel_aid_314731.html

http://www.paedagogische-fuehrung.de/public1/paef/home.nsf/url/8B06525B51CDCE65C12578D40043E28E?OpenDocument

(M. Feldwehr, K. Kosch, S. Leitmann, B. Werner)

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Feb 24 2012

Seriosität von Internetquellen

Published by mhagemann under Allgemein

„Das stand aber so…!“
Schülerinnen und Schüler neigen grundsätzlich oft dazu, jeder schriftlichen Quelle blind zu vertrauen. Dies fällt besonders dann auf, wenn die Lehrkraft der Klasse Gruppenreferate verteilt und die Schülerinnen und Schüler sich selbstständig auf ein bestimmtes Thema vorbereiten sollen. Vor 15 Jahren war die erste Anlaufstelle womöglich das Schulbuch, oder Papas Lexikon. Heutzutage ist es google.
Die Unterschiede liegen auf der Hand: Sach- und Fachbücher unterliegen gewissen Qualitätsstandards. Sie werden in der Regel nach wissenschaftlichen Normen verfasst und vom Verlag vor der Veröffentlichung lektoriert. Der Buchhandel, Rezensionen und Kritiken tun ihr Übriges, dass ein Buch über die Ladentheke geht oder sein Dasein weiterhin in Kartons eines Lagers fristet. Das Internet bietet dagegen ein viel reicheres und weitläufigeres Informationsspektrum an. Allerdings gibt es keine Regeln oder Vorschriften, die der Veröffentlichung von Texten im Internet im Wege stehen. Eine Qualitätskontrolle wie bei den Druckmedien gibt es nicht. Heutzutage kann beispielsweise jeder 14-Jähriger über etwaige Verschwörungstheorien zu den Anschlägen des 11. September in Internetforen oder Blogs diskutieren. Google sei Dank, werden auch diese Beiträge gefunden.
Es ist deshalb wichtig, dass Kinder schon früh lernen, die Seriosität und Glaubwürdigkeit von Quellen kritisch zu hinterfragen und Informationen systematisch zu vergleichen. Dabei ist eine Qualitätsprüfung vielfach schwieriger als die Informationssuche selbst.
Ziel muss es also sein, den Schülerinnen und Schülern eine Checkliste für den seriösen Umgang mit Webseiten an die Seite zu stellen. Derartiges ist nicht neu. Die Autoren Hartmann, Näv und Schäuble haben so eine Checkliste bereits im Jahr 2000 in ihrem Buch „Informationsbeschaffung im Internet“ zusammengestellt:

  • Angaben zur Autorenschaft und Vertrauenswürdigkeit: Ein wichtiger Aspekt der Qualitätsbeurteilung einer Website ist die Urheberschaft. Ist die Autorin, der Autor des Dokuments angegeben? Sind die Verfasser oder Verfasserinnen erreichbar (per E-Mail oder gar telefonisch)? Lässt sich über sie etwas in Erfahrung bringen?
  • Angaben zu den Intentionen und Adressaten: Was will die Website, wozu wurde sie verfasst, an wen richtet sie sich?
  • WWW-Adresse: Ein Hinweis für die Qualität einer Seite kann die WWW-Adresse sein. Handelt es sich um die offizielle Publikation einer Organisation? Lässt der Server-Name auf den Namen einer Firma, Behörde oder einer öffentlichen Institution schließen?
  • Aktualität und Kontinuität: Wie aktuell ist die Webseite? Ist das Veröffentlichungsdatum bzw. das Datum der letzten Aktualisierung ausgewiesen? Ist das Angebot längerfristig verfügbar?
  • Sachliche Richtigkeit: Entspricht die sachliche Darstellung dem eigenen Wissen? Ist die Information plausibel oder stimmt sie mit anderen unabhängigen Quellen (z.B. auch Lehrbüchern) überein?
  • Literaturverweise: Gibt es Hinweise auf Literatur (eventuell sogar in gedruckter Form), auf die sich die Aussagen im Dokument abstützen? Werden gegebenenfalls verwendete Quellen korrekt belegt?
  • Verifizierung der Information: Lässt sich die Information belegen? Gibt es an anderen Orten im Web Dokumente, welche dieselben Aussagen machen?
  • Referenzen: Gibt es andere Dokumente, welche sich auf das gefundene Dokument beziehen? Verweist das Dokument auf weitere Quellen? Funktionieren diese Links und sind sie aktuell?
  • Schreibstil: Ist das Dokument sachlich, neutral und objektiv geschrieben? Oder wird versucht, mit sprachlichen Mitteln die Leser und Leserinnen zu beeinflussen? Ist die Seite sprachlich korrekt?

Je nach Klasse und Schulform ist diese Checkliste sicherlich anzupassen und zu vereinfachen. Dennoch bietet sie eine gute Grundlage, auf der jede Lehrkraft aufbauen kann.

Anwendung im Schulunterricht:

Jetzt möchten wir noch auf die Umsetzung von „Seriosität von Internetquellen“ im Unterricht eingehen, einmal für die vierte und einmal für die neunte Klasse. Wir sehen zwei Unterrichtsbeispiele als besonders geeignet an.

Zum einen haben wir uns überlegt, dass es sowohl für die vierte als auch für die neunte Klasse sinnvoll wäre, einen fehlerhaften Text aus dem Internet auszuwählen und ihn von den Schülerinnen und Schülern auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen. Dabei dürfen sie sowohl Bücher aus der Bibliothek als auch die eigenen Schul- und Sachbücher von zu Hause heranziehen. Die vermeintliche Internetquelle kann natürlich von der Lehrperson selbst verfasst werden und nur vor den Schülern als Internetquelle dargestellt werden. Sinnvoll wäre es sicherlich auch, einen Text zur Überprüfung auszuwählen, mit dessen Inhalt die Schülerinnen und Schüler schon vertraut sind. Daraus ergibt sich zusätzlich eine Art Übung und Vertiefung des schon behandelten Stoffes, z.B. in der Biologie einen Text über die Fotosynthese von höheren Pflanzen.

So können die Schülerinnen und Schüler überprüfen, ob Texte sachlich korrekt sind. Natürlich ist dies auch mit anderen Kriterien möglich, wie zum Beispiel mit der Überprüfung, ob ein Text objektiv ist.

Der Unterschied der beiden Klassenstufen liegt darin, dass die Texte einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad aufweisen und unterschiedlich lang sind.

Zum anderen kann man gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eine Checkliste für den  Umgang mit Webseiten erstellen. Dies kann man auf unterschiedliche Weise erreichen, zum Beispiel dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler  unterschiedliche Texte (seriöse und unseriöse) durchlesen und so zu einem Katalog gelangen. Da diese Aufgabe eine höhere Anforderung für die Schülerin und den Schüler darstellt, ist sie eher für die neunte Klasse geeignet.

Einige mögliche Kriterien sind im Folgenden aufgeführt:

  1. Ist der Text sachlich korrekt formuliert?
  2. Ist der Text objektiv oder versucht er den Leser zu beeinflussen und ihm eine bestimmte Meinung aufzudrängen?
  3. Gibt es einen Verweis auf andere Internetquellen und Dokumente, um den Text zu belegen (Literaturverzeichnis)?
  4. Ist der Text aktuell oder vielleicht schon veraltet?

Man kann auch zunächst besprechen, wie man einen korrekten wissenschaftlichen Text verfasst. Dies kann man mithilfe eines Textes zu diesem Thema erreichen, der den Schülerinnen und Schülern vorgelegt wird und zusammengefasst werden soll. Danach sollen sie die so entstandene Checkliste heranziehen, um unterschiedliche Texte auf ihre Seriosität hin zu untersuchen. Dieses Verfahren ist sowohl für die Grundschule, als auch für die neunte Klasse geeignet und unterscheidet sich wiederum lediglich in der Schwierigkeit der Texte.

Im Anschluss daran könnte man, unter Berücksichtigung der Checkliste, mit den Schülerinnen und Schülern üben, wie man ein wissenschaftliches Dokument verfasst. Diese Beispiele für den Unterricht sollen einen geeigneten Anlass für zukünftige Lehrer geben, „Seriosität von Internetquellen“ auch im Schulalltag zu thematisieren.

(Judith. B., Corinna D., Katharina L., Matthias H., Hendrik P.)

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Jan 31 2012

Google – simple Suchmaschine oder Fall für den Datenschutz

Published by Chris under Allgemein, Internetzeugs

Mehr Schutz für die Privatsphäre der Bürger wurde schon oft gefordert, nicht zuletzt auch wegen der Einführung und Verbreitung verschiedenster social networks wie Facebook, Twitter und co und Diensten wie z.B. Google’s Street View.

Letzteres sorgte im Jahre 2010 für großes Aufsehen, da viele Menschen mit der Digitalisierung ihrer „Nachbarschaft“ nicht einverstanden waren und sich demzufolge fragten, wie man diesen Dienst denn verbieten oder anderweitig stoppen könnte. Nach zahlreichen Diskussionen und Säbelrasseln auf beiden Seiten wurden dann Zugeständnisse gemacht in dem Umfang, dass Google sein Programm in Deutschland durchführen kann, einzelne Gebäude und sonstige Lokalitäten auf Antrag jedoch unkenntlich gemacht werden können. Um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden wurde dann vorgeschlagen Bürger im Vorfeld über derartige Aktionen umfassend zu informieren und sich der Tragweite dieser Projekte im Klaren zu werden.

Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang immer wieder Erwähnung findet ist der Begriff der „Vorratsdatenspeicherung“. Dabei werden über einen längeren Zeitraum (üblicherweise 6 Monate) Daten (SMS, E-Mail, Telefonate, Internetaktivitäten,…) von zivilen Geräten gespeichert und so ein Profil der entsprechenden Personen erstellt, welche Bewegungsmuster, persönliche Interessen, soziale Kontakte und ähnliches enthält.

Schon heute gehen führende Politiker und Experten davon aus, dass Google mehr zivile Daten besitzt, als jeder Regierung dieser Welt.

Der Begriff des „digitalen Radiergummis“ findet dabei auch nicht nur einmal Gebrauch, wurde er doch extra dafür entwickelt eine dauerhafte Speicherung von Daten (in diesem Falle von Fotos) vorzubeugen. So sollten verschiedenste Dateien mit einer Art Verfallsdatum gekoppelt werden, welches dafür sorgt, dass diese dann nach einer gewissen Zeit dauerhaft aus dem Netz verschwinden. Die vollständige Durchführung scheiterte letztendlich aber an der technischen Realisierbarkeit und Bedenken verschiedenster Institutionen.

Doch zurück zum Internetriesen Google. Um sein Image im Zusammenhang mit der Street View Debatte wieder aufzubessern wurden eine reihe von Werbespots produziert, welche die Bürger weltweit auf die neuen Möglichkeiten der „weltverändernden Googledienste“ aufmerksam machen sollten und dabei wurden keine Kosten oder Mühen gescheut und so liefen diese Werbespots zur besten Sendezeit auf allen größeren Sendern und auch im Internet war Google selbstverständlich allseits präsent. Des Weiteren wurden jedoch auch Zeitschriften und öffentliche Werbeflächen zur Imagesteigerung genutzt.

Diese Methodik fand bereits in der Vergangenheit Anwendung und wird aktuell immer noch so gehandhabt, immer wenn Kritik am Internetriesen aufkeimt. Jüngstes Beispiel war dabei der Google eigene Browser „Chrome“, der wegen diverser Verletzungen des Datenschutzes in die Kritik geraten war, da er angeblich sensible und private Daten an die Rechner der Konzernzentrale sendete.

Jedoch wird diese Taktik nicht nur bei Kritik am Konzern angewendet sondern auch, wenn etwaige Fehler in Googlediensten auftreten. Damit diese Fehler nicht oder nur schwer an die Öffentlichkeit treten werden diese negativen Schlagzeilen gezielt mit guter Werbung überlagert. Zuletzt angewendet wurde dieses Vorgehen als Fehler beim Zustellen von SMS im Betriebssystem „Android“ aufgetreten sind. Gleichzeitig startete Google dann mit Ankündigungen über das neue Android-Betriebssystem um die Gerüchte gezielt zu überlagern und von bestehenden Problemen abzulenken. Ausserdem will man sich natürlich keine Blöße gegenüber den Konkurrenten geben und weiter wettbewerbsfähig bleiben, oft auch auf Kosten der unwissenden Bevölkerung.

Fazit:

Nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen sollte eine adäquate Medienerziehung zum Thema im Unterricht gemacht werden, um den richtigen Umgang mit internetrelevanten Diensten zu erlernen und nicht zu viele persönliche Daten von sich preiszugeben und um für dieses Thema weiter sensibilisiert zu werden.

Des Weiteren kann gerade der Einsatz im Unterricht den Schülerinnen und Schülern eine sinnvolle Alternative aufzeigen das Internet zu benutzen, etwa bei der Recherche nach Unterrichtsinhalten oder lernstoffrelevanten Themen. Ausseerdem ist in der heutigen technisierten Gesellschaft ein frühes Erlernen im Umgang mit dem Computer notwendig, nicht zuletzt auch, da gewisse Kenntnisse in fast allen Berufszweigen vorausgesetzt werden.

Ergänzungen:

Allgemeine Anwendung in der Schule:

Sollte man Schülerinnen und Schülern im Unterricht den verantwortungsvollen Umgang mit Suchmaschinen beibringen oder wird diese Thematik vollkommen überbewertet und ein weiteres Befassen mit dem Thema ist nicht nötig?!
Diese oder ähnliche Fragen sind sich in der Schule schon oft gestellt worden und natürlich ist der erste logische Schritt die Pros und Kontras abzuwägen und zu schauen, ob die Vor- oder die Nachteile überwiegen. Ein Vorteil der hier zu nennen wäre ist sicherlich der, dass ein möglichst früher Umgang mit dem Medium Internet, gerade in Hinblick auf einen Beruf in einer zunehmend technisierten Gesellschaft, wünschenswert ist und dadurch auch eine schnellere und fundierte Bearbeitung etwaiger Hausaufgaben möglich ist, da sich Schülerinnen und Schüler mit den im Internet gefundenen Texten und Materialien noch tiefer mit dem Thema beschäftigen und so dann, im besten Fall, mehr Wissen hängen bleibt.
Die Realität sieht meistens jedoch anders aus. Oft tritt nämlich genau der gegenteilige Effekt ein und die Schüler beschäftigen sich noch weniger mit einem Thema, da bei einer Hausaufgabe, bei der das Internet benutzt werden kann, oft nur Texte mit Hilfe der entsprechenden Suchmaschinen gesucht, kopiert und als eigene Arbeit abgegeben werden.

Umsetzung in der 4. Klasse:

Grundsätzlich ist eigentlich anzunehmen, dass Grundschüler weniger Kontakt mit dem Internet haben  als Jugendliche. Dadurch und auch auf Grund mangelnder Aufklärung besteht dann auch die Möglichkeit, dass Kinder das Problem des Datenschutzes nicht als solches wahrnehmen oder unterschätzen. In dieser Altersgruppe sollten deshalb auch die Eltern den Hauptteil der medialen Aufklärung übernehmen, um den jungen Schülern zu zeigen, dass da draußen nicht alles nur nett und gut ist, sondern auch Gefahren und Fallen lauern, welche die Kinder dann schnell übersehen könnten. Nicht zuletzt deshalb sollte eine eventuelle Internetnutzung nur zusammen mit den Eltern erfolgen, da die Kinder in diesem Alter oft leichtgläubig und naiv sind.
Die Schule könnte in dieser Hinsicht soweit unterstützend tätig sein, als das sie von vorne herein eine sogenannte „Kindersuchmaschine“ (z.B. BlindeKuh) einführen und den Schülerinnen und Schülern eine altersgerechte Einführung und Erklärung in das Thema der Privatsphäre bereitstellen und über mögliche Risiken aufklären.

Umsetzung in der 10. Klasse:

In den höheren Klassenstufen sollte eine Sensibilisierung für das Thema des Datenschutzes in der medialen Erziehung im Mittelpunkt stehen, denn viele der Schülerinnen und Schüler sind schon mit dem Problem vertraut, benutzen die entsprechenden Plattformen und Suchmaschinen jedoch weiterhin ohne sich groß Gedanken zu machen. Dabei haben gerade diese älteren Schüler schon mehr Erfahrung mit dem Internet und deren Gefahren und sollten es daher eigentlich besser wissen und die möglichen Folgen besser einschätzen können.
Möglichkeiten dem entgegenzuwirken oder besser noch vorzubeugen sind entweder im entsprechenden Unterricht Alternativen vorzustellen und zu nutzen und in gezielten Frage- oder Gesprächsrunden die eigenen Erfahrungen mit Google oder allgemein mit Privatsphäreverletzungen zum Thema zu machen.

Schlussfolgerung:

Die diversen Suchmaschinen bieten auf den ersten Blick natürlich viele Möglichkeiten der Anwendung im Schulalltag. Wichtig ist jedoch, dass den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer jeweiligen Altersgruppe Alternativen aufgezeigt und die „Gefahren“ eines falschen Handhabens näher gebracht werden.
Während in den unteren Klassenstufen der Einsatz solcher Medien auf ein Minimum beschränkt werden sollten, sind sie in den höheren Klassenstufen ein legitimes Mittel zur Recherche verschiedenster Materialien und Themen, was in den unteren Klassenstufen generell nicht von Nutzen ist, da man den Schülern dort erst einmal die Grundlagen beibringt und die Vertiefung dann später erfolgt.
Grundsätzlich gilt also, dass man mit generell vorsichtig und verantwortungsvoll mit Suchmaschinen wie Google, aber auch oder vor allem mit den privaten persönlichen Daten umgehen sollte und sich gegebenenfalls auch nach Alternativen umschaut.

(C. Jany, R. Siebart, K. Ostholt)

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Jan 08 2012

Netiquette und Möglichkeiten ihrer Vermittlung durch die Schule

Published by jrathmann under Allgemein

Wir alle haben täglich mit Menschen zu tun und bemühen uns um ein gutes Miteinander. Dazu gehören passende Anreden, Höflichkeit, situationsgemäße Sprache und viele andere Aspekte.

Warum machen wir das???

Zum einen haben wir es durch unsere Erziehung gelernt und zum anderen haben wir alle erfahren, dass es uns in der Gesellschaft weiterbringt unseren Mitmenschen mit Respekt und Würde zu begegnen.

Bereits 1788 erschien die erste Ausgabe des berühmten Werkes „Über den Umgang mit Menschen“ von Adolf Freiherr von Knigge , heute auch kurz „Knigge“ genannt. Dieses Buch gilt schon lange als Standardwerk für Benimmregeln und ist für viele zumindest eine Leitlinie im alltäglichen Umgang miteinander.

Da Medien einen immer größer werdenden Einfluss in unserer aktuellen Gesellschaft haben und sich das Leben immer mehr auch im Netz abspielt, ist es wichtig, sich auch hier angemessen und respektvoll seinen Mitmenschen gegenüber zu verhalten. Die Persönlichkeit eines jeden Individuums entwickelt sich unter anderem aus der Interaktion mit seinen Mitmenschen. Da diese nicht mehr nur persönlich, sondern zunehmend auch online stattfindet, ist ein Mindestmaß an Verhaltensregeln notwendig. Die Netiquette stellt dieses Mindestmaß sicher.

Definition von ‚Netiquette’

Dafür wurde die Netiquette entwickelt, die ein Kunstwort aus dem Internet ist. Der Name stammt aus dem Englischen ‚net‘ für Netz und ‚etiquette‘ für Etikette/Verhaltensregeln. Unter Netiquette versteht man im Allgemeinen gemeinsame Verhaltensregeln für das Verwenden elektronischer Nachrichten in Blogs, Chats, Foren, E-Mails und Newsgroups. Ziel der Netiquette ist eine möglichst für alle Teilnehmer angenehme Art der Kommunikation. Ein weitgehend anerkanntes Dokument hierzu ist zum Beispiel RFC 1855.

Im Rahmen der Netiquette werden unter anderem Zwischenmenschliches, Technik, Lesbarkeit, Sprache, Sicherheit und Rechtliches geregelt.

Beispiel für Zwischenmenschliches

Formulierungen sollen dem Zielpublikum angemessen sein, so muss man sich bewusst werden, dass man nur Worte transportiert und keine Stimmungen. Besonders sollten Unhöflichkeit, Doppeldeutigkeit oder sogar Beleidigungen nicht den Einzug in die Kommunikation finden. Immer wieder muss man sich also verdeutlichen, dass man einem Menschen schreibt und keiner Maschine!

Was ist wichtiger als die Persönlichkeitsrechte zu wahren? Nichts! Deshalb ist man als User verpflichtet, grobe Verstöße zu melden, um Schlimmeres (wie Cybermobbing) schon im Kern zu eliminieren.

Schlussfolgerung

Wir plädieren nachdrücklich für die Einhaltung der Netiquette um den Grundsatz zu wahren, andere zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Gerade in Anbetracht des Fakts, dass unser wichtigstes Kommunikationsmittel die E-Mail ist und wir viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen, ist es wichtig auch hier die Bedeutung eines wertschätzenden Umgangs zu erkennen und diese zu verbreiten.

Umsetzung in und durch die Schule

Leider kann ist diesbezüglich nicht mehr ausreichend auf die elterliche Erziehung und das Umfeld der Kinder Verlass, daher stellt sich insbesondere für angehende LehrerInnen die Frage, wie Teilaspekte der Netiquette in der Schule vermittelt oder thematisiert werden können.

Im Folgenden unterscheiden wir beispielhaft SchülerInnen der 4. Klasse und SchülerInnen der 10. Klasse. Dabei beschränken wir uns vor allem auf die Teilaspekte Technik und Sprache der Netiquette.

Unter dem Aspekt der Technik finden wir es in erster Linie wichtig, den SchülerInnen Kompetenzen zu vermitteln, die sich zum einen darauf beziehen, wie E-Mails korrekt verfasst werden und zum anderen technische Aspekte (z.B. Cc, Bcc…) des Verschickens beinhalten.

Der Aspekt der Sprache soll den Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache aufzeigen und auf diesem Wege zu dem Ziel führen, dass SchülerInnen aktiv darauf gestoßen werden, dass beispielsweise im Chat eher gesprochene Sprache genutzt wird.

Netiquette in der 4. Klasse

In der Umsetzung für die 4. Klasse stellen wir uns vor, dass im Unterricht beispielsweise das Thema Brief behandelt wird (vorzugsweise im Deutschunterricht): Wie schreibt man einen Brief? Welche Floskeln/Schlussgrüße sind zu verwenden? Wie adressiert man einen Brief und wie frankiert man ihn? Daran anschließend würden genau diese Fragen auch an einer E-Mail untersucht und außerdem würde am Schul-PC praktisch gezeigt, wie eine E-Mail korrekt verschickt wird und welche Schwierigkeiten es geben kann. In diesem Zusammenhang würden auch einige technische Abkürzungen (wie Cc = Carbon Copy [Kohlepapier-Durchschlag], im E-Mail-Verkehr für weitere Empfänger von Kopien) erläutert. Diese Ergebnisse würden im folgenden Schritt verglichen und es würden Unterschiede herausgestellt. Damit dieses erworbene Wissen nicht theoretisch bleibt, würde es Aufgabe der SchülerInnen sein, sowohl einen Brief als auch eine E-Mail an eine/n LehrerIn oder MitschülerIn zu verfassen. Abschließend werden die Ergebnisse nochmal im Plenum besprochen.

Umsetzung in Klasse 10

Auch in der 10. Klasse kann dieses Thema sehr anregend sein. Allerdings könnte man auf die bereits erworbenen Kompetenzen aufbauen, indem das Thema vertieft wird. Man könnte insbesondere auf formelles Schreiben eingehen, sowohl in E-Mails als auch in Briefen. Hier sollten sprachliche Aspekte ganz genau betrachtet werden: Was sind Unterschiede zwischen geschriebener und gesprochener Sprache? Welche Sprache nutzt man in Chats? Weiterhin müsste verdeutlicht werden, dass die Sprache im Chat eher der gesprochenen Sprache ähnelt, dennoch ein eigenes Sprachsystem darstellt. Hier sind Emoticons und Abkürzungen zu thematisieren.

Um auf die Gefahren von nicht befolgter Netiquette hinzuweisen, bietet sich überdies an, ein spielerisches Projekt dazu durchzuführen. Man könnte einen eigenen Blog oder Chat für die Klasse einrichten, in dem ein Schüler oder der Lehrer die Aufgabe bekommt, als „Troll“ zu fungieren. Die Ergebnisse und einzelnen Reaktionen müssen dann ausführlich bewertet und im Unterricht besprochen und aufgearbeitet werden. Dabei ist es wichtig, dieses Experiment unter Kontrolle zu behalten.

Fazit

Hiermit ist also eine gute Möglichkeit für LehrerInnen gegeben, einen wertschätzenden Umgang miteinander auch im Internet didaktisch aufzuarbeiten.

(by Janine Rathmann, Marie Goutin)

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Jan 07 2012

Datenschutz und Privatsphäre

Published by Timo under Allgemein

Datenschutz und Privacy im Internet

Einführung

Unter Datenschutz versteht man im Allgemeinen den Schutz der eigenen Person vor dem Missbrauch personenbezogener Daten. Im Rahmen dieser Veranstaltung liegt dabei das Hauptaugenmerk auf dem internetorientierten Datenschutz, der ein wichtiger Teilbereich der Medienkompetenz darstellt. Es werden Strategie-Konzepte vorgestellt, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen helfen sollen, den Umgang und die Sensibilisierung für Privatsphäre zu schätzen.

Die Problematik

Mit dem extrem schnellen Fortschritt des Internets in den letzten 15 Jahren, dem damit verbundenen globalen Einzug in die privaten Haushalte und den nahezu unbegrenzten Möglichkeit der Informations- und Datenbeschaffung, ist auch ein neuer Faktor der persönlichen Privatsphäre (engl.: Privacy) entstanden. Die öffentliche Zugänglichkeit von personenbezogenen Daten ist einfacher und unübersichtlicher den je geworden. Mit der Entstehung sogenannter „Sozialer Netzwerke“, wie Facebook, ist es jedem Menschen auf der Welt möglich, ein Profil von sich zu erstellen, das aber nur auf den ersten Blick als persönliche Repräsentation im Internet für Freunde und Bekannte dient. Hier werden detailreiche Lebensläufe von Privatpersonen erstellt und nur ein Scheinangebot an „Privatsphäre-Einstellungen“ geboten, die weitverzweigt in den Tiefen der Konto-Einstellungen, der verschiedenen Plattformen zu finden sind. Dabei stiftet der eigentlich zuvorkommende Gedanke der Betreiber aber mehr Verwirrung als Schutz, denn oftmals scheitert es an der Geduld, Ausdauer und fachlichen Kompetenz der „User“ sich durch den Dschungel an Konfigurationsparameter zu kämpfen.
Dabei ist dem Großteil der Nutzer nicht bewusst wie viel sie eigentlich von ihrer Person preisgeben. Basierend auf den Datensätzen, die beispielsweise Facebook von jedem Profil erstellt, werden nicht nur personenbezogene Daten wie Name, Vorname, Wohnort und Geburtsdatum archiviert, sondern über den Einlogging-Vorgang auch genaue GPS-Koordinaten übertragen um somit die häufigen Aufenthaltsorte der Person zu ermitteln. Anhand dieser und weiterer Informationen lässt sich somit ein viel detailreicheres, virtuelles Abbild eines Menschen bilden, das den heute viel diskutierten Begriff des „gläsernen Bürgers“ geprägt hat. Eine Anzahl des von Facebook gespeicherten Datenbestand über jeden einzelnen aktiven bzw. passiven Nutzer ist unter der folgenden URL zu finden: http://www.europe-v-facebook.org/DE/Datenbestand/datenbestand.html

Strategie im Umgang
Es gibt nun unterschiedliche Möglichkeiten mit dieser Problematik als Internetnutzer umzugehen. Zunächst muss man sich im Beispiel Facebook für oder gegen die Nutzung entscheiden. Dies sollte Folge eines bewussten Entscheidungs- und Abwägungsprozesses sein, indem der Nutzer für sich eine klare Linie in Bezug auf seine Privatsphärenbedürfnisse herausarbeitet. Mit Hilfe dieses Leitfadens kann der Internetnutzer sehr schnell während des Internetkonsums entscheiden, welche Daten er preisgeben möchte und welche nicht. Nun muss der Benutzer zusätzlich in der Lage sein die entsprechenden Einstellungen vorzunehmen und versteckte Tricks um Informationen vom Internet-Surfer zu durchschauen.

Strategien zur Sensibilisierung
Um Heranwachsende für den Umgang mit persönlichen Daten im Internet zu sensibilisieren ist die gemeinsame Ausarbeitung eines individuellen  „Privatsphäre-Konzepts“ gut geeignet. Aber dem sollte zwingend eine Arbeitsphase vorrangehen, die herausstellt: „Was wissen Internetfirmen überhaupt über mich? – Was gebe ich preis?“. Folgen könnte eine Reflexions- und Diskussionsphase, in der bestimmte Stellungen dargestellt und diskutiert werden können. Einige Wochen nach dem erstellen den persönlichen „Privatsphäre-Konzepts“ kann das Thema erneut aufgegriffen werden um Verhaltensänderungen oder neue Sichtweisen erneut zu diskutieren.

Umsetzung in vierter Klasse
Als „Icebreaker“ für eine Einheit in einer vierten könnte das berühmte „Was bin ich?“-Spiel dienen. Im Internet wird ein Profil durch verschiedene Datensätze zu einem detaillierten Gesamtbild kombiniert. Im oben genannten Spiel nimmt die Person, die die Fragen stellt somit die Rolle des Providers ein (Facebook, etc.) und kann durch gezieltes Fragen ein Bild der Person erzeugen, um zu  erkennen wer er/sie ist. Hier ist es möglich demjenigen der die Antworten liefert ein Bewusstsein zu geben, wie schnell jemand an Daten, Fakten und Eigenschaften der eigenen Personen kommen kann. In sozialen Netzwerken läuft es nicht anders ab, in dem Moment, in dem ein Profil erstellt wird.
Grundschulkinder haben (noch) deutlich weniger Kontakt zu sozialen Netzwerken und dem Internet generell als ältere Schüler, daher ist eine anfängliche gemeinsame Klärung des Themenfeldes, bei der das Vorwissen der Schüler berücksichtigt wird, sehr wichtig. Im weiteren Vorgehen sollte darauf hingearbeitet werden, dass in den Schülern ein Bewusstsein für die Privatsphäre im Internet heranwächst.

Umsetzung in zehnter Klasse
In der zehnten Klasse sollte die Herangehensweise ähnlich sein, die Sensibilisierung sollte ebenfalls im Mittelpunkt stehen. Nun haben die Schüler auch schon ausgereifte Erfahrungen und wohl auch klarer definierte Meinungen in Bezug auf den Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Man kann hier explizit auf technische Schutzmaßnahmen eingehen und gerade nicht computeraffine Schüler in diesen Techniken schulen. Ebenfalls könnte man zusammen bestimmte Fälle untersuchen und diskutieren. Hierzu gibt es diverse Fallbeispiele, einige zeigen zu diversen Facebook-Profilen die tatsächlich abgespeicherten Daten oder Zeitungsartikel die Geschichten über Menschen in sozialen Netzwerken erzählen basierend auf deren Profilen. Selbstverständlich ist auch eine Analyse der angesammelten Daten von Schülerprofilen denkbar. Dies erscheint uns aber wenig sinnvoll, da so schnell andere Themen wie die Party vom letzten  Wochenende in den Vordergrund rücken.

Abschließende Gedanken
Jeder einzelnen Person obliegt es natürlich selbst, was sie mit ihren teils hochempfindlichen Daten betreibt. Doch ist es eine Notwendigkeit, viel mehr noch unsere Pflicht, die wir mit dieser Technologie groß geworden sind, solche potentiell Betroffenen, die heute größtenteils noch naiv denkende Kinder sind, vor den Gefahren zu bewahren, und eine kritische Sicht auf den Umgang mit Daten und dem damit verbundenen Datenschutz entwickelt wird. Die Privatsphäre eines jeden Menschen ist in der realen Welt wie auch im „Cyberspace“ ein kostbares Gut, das mit großer Sorgfalt betrachtet werden muss, denn die Folgen des Missbrauchs dieser Daten fangen bei kostenpflichtigen „Abonnements-Fallen“ an und enden im schlimmsten Fall bei der Manipulation von Bankkonten oder anderen existentiell wichtigen Trägern der eigenen Person.
(Nils B., Timo B.)

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Nov 05 2011

Kinder (un)freundliche Internetseiten

Published by vmayr under Allgemein

Sein wir doch mal ehrlich: Welchem Kind ist der Computer heutzutage kein Begriff mehr? Wie viele Kinder haben bereits einen eigenen Computer im Zimmer oder im Elternhaus? Und wissen Kinder überhaupt genau wie man damit umgeht? Welche Schule arbeitet heute nicht mehr mit diesem unverzichtbaren Medium? Wie können Lehrer den Kindern den richtigen Umgang mit dem Internet beibringen? Wäre ein Kriterienkatalog über Internetseiten ausgeschrieben speziell für Kinder den Lehrern eine Hilfe? Würde Kinder der Umgang mit diesen Internetseiten dann leichter fallen?

Inzwischen haben fast alle Kinder und Jugendliche ob in der Schule oder Zuhause Zugang zu einem internetfähigen Computer. Viele Kinder kennen sich sogar besser mit dem Medium Internet aus als ihre Eltern und Lehrer. Trotzdem fällt es ihnen häufig sehr schwer gezielte Informationen zu einem Thema zu suchen und richtig zu benutzen. Die Vielfalt der Ergebnisse und Informationen ist für Kinder oft eine Reizüberflutung mit der sie schwer umgehen können. Wie findet ein Kind sinnvolle und genaue Fakten zu einem bestimmten Thema ohne in eine Kostenfalle zu geraten oder ihre/seine persönlichen Daten preiszugeben?

Genau hier wollen wir mit unserer Arbeit einsteigen. Wir spezialisieren uns  dabei nicht auf Suchmaschinen für Kinder, sondern wollen Internetseiten mit Lernfaktor und kostenlose Lernprogrammen untersuchen, welche den Kindern außerhalb der Schule als Stütze dienen können. Wir planen einen Kriterienkatalog zu entwerfen welcher im Rahmen eines Medienführerscheins für Lehrer, Eltern und Schüler hilfreich sein kann. Dieser soll aufzeigen welche Punkte zu beachten sind und Beispiele für gute Lerninternetseiten bieten.

Veronika Mayr & Lisa Wehrland

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Nov 05 2011

Internetsucht

Published by Ana under Allgemein

In der Forschung wird das Thema Internetsucht erst seit kürzerer Zeit behandelt, was zur Folge hat, dass diese durchaus schwierige Krankheit öffentlich nicht als behandlungswürdig gilt. Ein anderer Teil der Forscher ist jedoch davon überzeugt, dass man eine Internetsucht durchaus mit einer Alkoholsucht oder einer Drogensucht vergleichen kann, da bei jeder Sucht ein häufiges Verlangen oder ein unwiderstehlicher Drang besteht, etwas zu tun, sei es zu Essen, zu Spielen oder eben Drogen zu konsumieren, so dass damit immer eine große Gefahr für die Süchtigen besteht, obwohl diese Menschen meist genau wissen, dass sie sich mit ihrem Verhalten selber stark schaden. Doch was genau bedeutet eigentlich Internetsucht und ab wann kann man von einer solchen sprechen? Merkmale einer Internetsucht, die auch als „stoffungebundene Abhängigkeit“ bezeichnet werden kann, sind wenn der Betroffene einen längeren Zeitraum des Tages online verbringt. Dies führt zu einem Kontrollverlust über die Internetnutzung. Der Betroffene ist dann nicht mehr in der Lage sein Zeit am PC zu reduzieren. Dies bringt negative Folgen mit sich, wie die soziale Abgrenzung von Freunden und sozialem Umfeld.
In dem Begriff „Internetsucht“ sind verschiedene Tätigkeiten miteinander verbunden, wie zum Beispiel das Surfen, das Interesse an Glücksspielen, Onlinegaming oder auch die einfach Informationssuche, welche zusammengefasst als eine Sucht bezeichnet werden.
Schon im Grundschulalter beginnen viele Kinder damit, täglich im übertriebenen Maße vor einem Computer zu sitzen und Dinge zu tun, die die Eltern häufig nicht verstehen, nicht wissen oder nicht wissen wollen. Nur die wenigsten Pädagogen und Eltern wissen, wie man angemessen mit einem Computer umgeht und sind oftmals froh, dass ihre Kinder konzentriert „arbeiten“. Da Kinder im Grundschulalter allerdings noch nicht in der Lage sind zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden, besteht hier eine große Suchtgefahr, die vor allem für Kinder mit einer labilen Persönlichkeit gefährlich werden kann. Sie sind geblendet von der Faszination der Abenteuer, die sie im Internet erleben können und geben sich häufig mit anonymen Mitspielern zufrieden, welche hierbei die sozialen Kontakte komplett ersetzen. Kinder, die viele soziale Kontakte pflegen, am Nachmittag ihren Hobbys nachgehen und eine starke Persönlichkeit haben, sind für eine Internetsucht weniger gefährdet.
Hier gilt für die Eltern also, wer sein Kind an einem Computer spielen oder „arbeiten“ lässt, sollte über eine ausreichende Medienkompetenz verfügen, was für viele Eltern eine große Herausforderung mit sich bringt. Allerdings gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sein Kind vor einer Internetsuch zu bewahren, zum Beispiel in dem man es nicht allein vor dem Computer sitzen lässt, sondern stets dafür sorgt, dass ein Elternteil neben dem Kind sitzt, kontrolliert was es tut und aufmerksam nachfragt, wenn Unklarheiten bestehen. Gespräche über das, was ein Kind im Internet erlebt, können ebenfalls dazu beitragen, dass die Eltern besser über die Machenschaften ihrer Kinder an einem Computer Bescheid wissen und Hintergründe über die Spiele oder Chats bekommen. Sehr wichtig ist auch die Vorbildfunktion der Eltern. Sitzt ein Elternteil selber stundenlang vor einem Computer und bekommt in diesem Zeitraum nicht viel um ihn herum mit, so kann man dem Kind auch nicht erklären, dass ewiges Chatten und Spielen ihm schadet und zu einer Sucht führen kann.
Eine Studie der Humboldt Universität zu Berlin berichtete, dass bereits 8 % aller Jugendlichen unter 18 ein Suchtverhalten aufweisen, was sich zum Beispiel durch einen Rückzug in eine virtuelle Welt, den Kontrollverlust über die Zeit, die Vernachlässigung sozialer Kontakte, einen Leistungsabfall in der Schule oder den ständigen Drang spielen zu müssen, äußert. Bei einem Entzug sind dann vor allem Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen und Angst bis hin zu Aggressionen und Depressionen wahrzunehmen.

Vera M., Olga M., Anastasia Z.

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Nov 04 2011

Google – simple Suchmaschine oder Fall für den Datenschutz

Published by Chris under Allgemein, Internetzeugs

Mehr Schutz für die Privatsphäre der Bürger wurde schon oft gefordert, nicht zuletzt auch wegen der Einführung und Verbreitung verschiedenster social networks wie Facebook, Twitter und co und Diensten wie z.B. Google’s Street View.

Letzteres sorgte im Jahre 2010 für großes Aufsehen, da viele Menschen mit der Digitalisierung ihrer „Nachbarschaft“ nicht einverstanden waren und sich demzufolge fragten, wie man diesen Dienst denn verbieten oder anderweitig stoppen könnte. Nach zahlreichen Diskussionen und Säbelrasseln auf beiden Seiten wurden dann Zugeständnisse gemacht in dem Umfang, dass Google sein Programm in Deutschland durchführen kann, einzelne Gebäude und sonstige Lokalitäten auf Antrag jedoch unkenntlich gemacht werden können. Um solche Probleme in Zukunft zu vermeiden wurde dann vorgeschlagen Bürger im Vorfeld über derartige Aktionen umfassend zu informieren und sich der Tragweite dieser Projekte im Klaren zu werden.

Ein weiterer Punkt, der in diesem Zusammenhang immer wieder Erwähnung findet ist der Begriff der „Vorratsdatenspeicherung“. Dabei werden über einen längeren Zeitraum (üblicherweise 6 Monate) Daten (SMS, E-Mail, Telefonate, Internetaktivitäten,…) von zivilen Geräten gespeichert und so ein Profil der entsprechenden Personen erstellt, welche Bewegungsmuster, persönliche Interessen, soziale Kontakte und ähnliches enthält.

Schon heute gehen führende Politiker und Experten davon aus, dass Google mehr zivile Daten besitzt, als jeder Regierung dieser Welt.

Der Begriff des „digitalen Radiergummis“ findet dabei auch nicht nur einmal Gebrauch, wurde er doch extra dafür entwickelt eine dauerhafte Speicherung von Daten (in diesem Falle von Fotos) vorzubeugen. So sollten verschiedenste Dateien mit einer Art Verfallsdatum gekoppelt werden, welches dafür sorgt, dass diese dann nach einer gewissen Zeit dauerhaft aus dem Netz verschwinden. Die vollständige Durchführung scheiterte letztendlich aber an der technischen Realisierbarkeit und Bedenken verschiedenster Institutionen.

Doch zurück zum Internetriesen Google. Um sein Image im Zusammenhang mit der Street View Debatte wieder aufzubessern wurden eine reihe von Werbespots produziert, welche die Bürger weltweit auf die neuen Möglichkeiten der „weltverändernden Googledienste“ aufmerksam machen sollten und dabei wurden keine Kosten oder Mühen gescheut und so liefen diese Werbespots zur besten Sendezeit auf allen größeren Sendern und auch im Internet war Google selbstverständlich allseits präsent. Des Weiteren wurden jedoch auch Zeitschriften und öffentliche Werbeflächen zur Imagesteigerung genutzt.

Diese Methodik fand bereits in der Vergangenheit Anwendung und wird aktuell immer noch so gehandhabt, immer wenn Kritik am Internetriesen aufkeimt. Jüngstes Beispiel war dabei der Google eigene Browser „Chrome“, der wegen diverser Verletzungen des Datenschutzes in die Kritik geraten war, da er angeblich sensible und private Daten an die Rechner der Konzernzentrale sendete.

Jedoch wird diese Taktik nicht nur bei Kritik am Konzern angewendet sondern auch, wenn etwaige Fehler in Googlediensten auftreten. Damit diese Fehler nicht oder nur schwer an die Öffentlichkeit treten werden diese negativen Schlagzeilen gezielt mit guter Werbung überlagert. Zuletzt angewendet wurde dieses Vorgehen als Fehler beim Zustellen von SMS im Betriebssystem „Android“ aufgetreten sind. Gleichzeitig startete Google dann mit Ankündigungen über das neue Android-Betriebssystem um die Gerüchte gezielt zu überlagern und von bestehenden Problemen abzulenken. Ausserdem will man sich natürlich keine Blöße gegenüber den Konkurrenten geben und weiter wettbewerbsfähig bleiben, oft auch auf Kosten der unwissenden Bevölkerung.


Fazit:

Nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen sollte eine adäquate Medienerziehung zum Thema im Unterricht gemacht werden, um den richtigen Umgang mit internetrelevanten Diensten zu erlernen und nicht zu viele persönliche Daten von sich preiszugeben und um für dieses Thema weiter sensibilisiert zu werden.

Des Weiteren kann gerade der Einsatz im Unterricht den Schülerinnen und Schülern eine sinnvolle Alternative aufzeigen das Internet zu benutzen, etwa bei der Recherche nach Unterrichtsinhalten oder lernstoffrelevanten Themen. Ausseerdem ist in der heutigen technisierten Gesellschaft ein frühes Erlernen im Umgang mit dem Computer notwendig, nicht zuletzt auch, da gewisse Kenntnisse in fast allen Berufszweigen vorausgesetzt werden.

(C. Jany, R. Siebart, K. Ostholt)

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Nov 03 2011

Creative Commons und das Urheberrecht

Published by bagreiwe under Allgemein and tagged: , ,

Wenn man seine Dateien z. B. Texte, Bilder, die man selbst erstellt hat, im Internet veröffentlichen und für andere zugänglich machen möchte, kann man diese Dateien schützen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten wie z. B. mit den Creative Commons. Mit diesen kann man anderen Personen die Rechte zur Weiterverwendung und Bearbeitung einräumen. Creative Commons kann jeder verwenden, die diese genannten Rechte anderen einräumen möchte.

Geistige Schöpfungen wie Gedichte, Liedtexte usw. sind durch das nationale und internationale Urheberrecht in Deutschland geschützt. Diese sind so formuliert, dass die Werke ohne besondere Annahmen vor Veränderungen und andere Dingen komplett geschützt sind, d. h. jeder kann selbst entscheiden was für Freiheiten (Namensnennung, keine Bearbeitung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen) man seinen Werken einräumt. Doch Auch ohne Creative Commons ist man Urheber seiner Dateien. Zu den Dateien, die als geschützt gelten, zählen Sprachwerke, Musikstücke, Bilder und andere bildende Künste, Filme und außerdem Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art. Als Urheber hat jeder bestimmte Rechte, die im Urherberrechtgesetz (UrhG) festgehalten sind. Für die Veranschaulichung des Unterrichts oder für staatliche Prüfungen und Prüfungen in Schulen (allgemeinbildend oder berufsbildend) und Hochschulen darf man kleine Teile eines Werkes oder einzelne Beiträge, die in einer Zeitung bzw. Zeitschrift veröffentlicht wurde, verwenden (§53 Abs. 3 UrhG).

Unter den geschützten Werken zählen u. a. Fotos, Musik, Filme und Computerprogramme. Fotos, die im Internet gefunden wurden, dürfen nicht ohne Genehmigung auf eignen Dateien bzw. Werken abgebildet bzw. abgedruckt werden. Außerdem dürfen Fotos von fremden Personen nicht ohne Rücksprache mit dieser Person veröffentlicht werden, weil dabei das „Recht am eigenen Bild“ verletzt wird. Falls die Person jedoch rein zufällig sich auf dem Bild befindet, weil man ein öffentliches Gebäude oder eine Landschaft im Hauptgesichtspunkt des Fotos steht, oder wenn mehr als 5 Personen abgebildet werden, darf man diese Bilder veröffentlichen.

Der Upload von Dateien auf Tauschbörsen kann legal als auch illegal sein. Hierbei kommt es darauf an, ob man das Recht des Urhebers besitzt oder die Schutzfrist abgelaufen ist. Die Schutzfrist läuft abhängig von der Art des geschützten Werkes (zwischen 10 und 70 Jahren post mortem) ab. Auch beim Downloaden muss man unterscheiden, ob es sich bei geladenen Datei um eine für den eigenen Gebrauch handelt, oder diese wieder als Upload oder zum Verkauf anbietet. Allerdings sind Tauschbörsen oft so konzipiert, dass beim downloaden der Datei, diese automatisch wieder hochgeladen bzw. anderen angeboten wird.

Weitere Informationen zu Creative Commons und das Urheberrecht unter http://de.creativecommons.org/ undhttp://www.gesetze-im-internet.de/urhg/

(Barbara G., Katrin K., Sebastian K.)

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