Figur: Der Club der toten Dichter

Da ich mich für die weitere Filmanalyse für einen anderen Film entschieden habe, hier eine Zusammenfassung:

Im Film „Der Club der toten Dichter“ geht es um eine Reihe von Jungen, die neu an die Welton Akademie kommt. Einer dieser Jungen ist Todd Anderson, ein schüchterner und in sich gekehrter Junge. Ebenso neu an der Schule ist der Englischlehrer John Keating, der in dem Internat, dessen Leitideen Tradition, Ehre, Disziplin und Leistung sind, mit seinen unkonventionellen Lehrmethoden für Aufsehen sorgt. Er will die Schüler zu selbstständigem Handeln und freiem Denken erziehen. Gerade Todd wird von Keating immer wieder aufgerufen sich mehr zuzutrauen. Er will, dass seine Schüler Poesie mit dem Herzen lesen und nachvollziehen. Durch das Steigen auf das Lehrerpult zeigt er ihnen, dass es wichtig ist, einen Perspektivwechsel vorzunehmen, wenn man meint, etwas verstanden zu haben.
Während die Jungen von dieser neuen Weltanschauung begeistert sind, ist Keating anderen Lehrern und den Eltern ein Dorn im Auge. Von Keating erfahren die Jungen vom geheimen „Club der toten Dichter“, der schon in früheren Zeiten von Welton-Schülern gegründet wurde. Heimlich trafen sich Schüler nachts in einer Felsenhöhle außerhalb des Internatgeländes, um in Gemeinschaft eigene Dichtungen vorzutragen. Auch Keating gehörte früher zu diesem Club. Einige Schüler beschließen, den Club wieder aufleben zu lassen und schleichen sich nachts vom Gelände, um sich in der Höhle zu treffen und sich Gedichte vorzutragen.
Einer der Jungen des Clubs, Neil Perry, entdeckt seine Leidenschaft fürs Theaterspielen und tut dieses gegen den Willen seines Vaters. Nach einer Aufführung und einem damit verbundenen heftigen Streit zwischen den beiden, begeht Neil Selbstmord. Keating wird für Neils Handeln verantwortlich gemacht. Die Mitglieder des „Clubs der toten Dichter“ werden von der Schulleitung gezwungen zu unterschreiben, dass Keating sie zu ihrem Verhalten verführt hat. Keating muss die Schule verlassen. Als er während des Unterrichts noch einige persönliche Dinge aus dem Raum holen will, steigt Todd, der Einzige, der trotz Strafandrohungen nicht unterschrieben hat, auf sein Pult und ruft zu ihm „O Captain, mein Captain“. Während der Schulleiter drohend durch den Klassenraum läuft, steigt ein Schüler nach dem anderen (die Jungen des Clubs) auf die Tische, um Keating Respekt zu erweisen.

Meiner Meinung nach gibt es in diesem Film mehrere Redefiguren. Zum einen der zentrale Lehrsatz Keatings „Carpe Diem“, den er immer wieder nennt und den auch seine Schüler bald verinnerlichen. Sie sollen aus ihrem Leben etwas Besonderes machen, etwas Außergewöhnliches, etwas Individuelles. Sie sollen eigene Träume verwirklichen, Freidenker werden. Gerade Neil lässt sich von Keating zunächst darin bestärken seinen Traum der Schauspielerei zu verwirklichen.
Die zweite Redefigur ist ’O Captain, mein Captain’, denn auf dem Weg versucht Keating ihnen ein Führer, ein Kapitän zu sein:
Zitat: (Keating zu seinen Schülern) „’O Captain, mein Captain‘ Wer weiß, von wem das ist?… Wer weiß es?… Keine Ahnung?… Es ist aus einem Gedicht von Walt Whitman über Mr. Abraham Lincoln. Also, Sie sprechen mich entweder mit Mr. Keating an – oder, wenn Sie etwas mutiger sind, sagen Sie: ‚O Käpt’n, mein Käpt’n!‘“ Mit diesem Ausruf steigen die Schüler am Ende auf ihre Tische und gerade Todd, zeigt, dass er mutig ist und sich von Keating leiten lassen hat. Das Seigen auf die Tische wiederum zeigt, dass sie etwas gelernt haben und einen Perspektivwechsel einnehmen.