A1-Vollsperrung wegen Brückenabriss am 20.6.2009 bei Wallenhorst.
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Aber. Der kurze Check wie lange und wo entlang mich die Fahrt führen würde, war im Normalkundenportal schnell erledigt und der vertraute “Online Buchen”-Button hätte mich mit meiner Bahncard 50 zu 16,10 Euro Fahrkosten gebracht. Der Großkundentarif spart da nochmal 7-8%. Nicht die Welt, aber Kleinvieh macht auch.. Sie wissen schon. (Außerdem ist zur Entlastung des Steuerzahlers selbstverständlich die Nutzung aller denkbaren Rabattmöglichkeiten für Dienstreisen zwingend vorgeschrieben.)
Nach Login im Firmenkundenbereich fehlte allerdings der Sofort-Buchen-Link. Stattdessen die Aussage: “Vorausbuchungsfrist abgelaufen”. Wie das? Schnell mal die Hotline anrufen.
Tobi: “Guten Tag! Ich wollte ein Online-Ticket für morgen über das Firmenkundenportal buchen, konnte die Buchung aber nicht abschließen.”
Bahncallcenteragentin: “Von wo nach wo wollen Sie denn fahren?”
Tobi: “Von Osnabrück Hauptbahnhof nach Rheda-Wiedenbrück”
Bahncallcenteragentin: “Äh.”
Tobi: “Das ist eine recht kurze Strecke.”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Und wo ist das Problem?”
Tobi: “Über die normale Buchungsmaske wurde mir ein Online-Ticket angeboten, im Firmenkundenportal allerdings nicht.”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Ist da ein Regionalexpress dabei?”
Tobi: “Ja, aber den buche ich doch sonst auch online.”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Ist das ein SchönerTag-Ticket?”
Tobi: “Keine Ahnung. Da steht ‘NRW-Ticket’.”
Bahncallcenteragentin: “Ja, das ist SchönerTag.”
Tobi: “Schön.”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Das geht nicht.”
Tobi: “Bitte?”
Bahncallcenteragentin: “SchönerTag-Tickets sind als Online-Ticket für Firmenkunden nicht buchbar.”
Tobi: “Bitte?”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Das ist so.”
Tobi: “Warum?”
Bahncallcenteragentin: “Äh. Das kann ich Ihnen auch nicht sagen.”
Tobi: “Oh.”
Bahncallcenteragentin: “Ja.”
Tobi: “Und jetzt?”
Bahncallcenteragentin: “Das Ticket können Sie dann nicht buchen.”
Tobi: “Ja.”
Bahncallcenteragentin: “Ja.”
Tobi: “Und jetzt?”
Bahncallcenteragentin: “Das kann ich Ihnen nicht sagen.”
Tobi: “Ich sehe hier noch eine frühere Verbindung mit IC, die ich buchen kann. Kostet 0,50€ mehr. Kann ich mit der Fahrkarte auch die eigentlich gewünschte Verbindung nehmen?”
Bahncallcenteragentin: (glücklich strahlend) “Ja, selbstverständlich.”
Tobi: “Ja, dann mach ich das wohl.”
Bahncallcenteragentin: (glücklich strahlend) “Toll!”
Tobi: “Ja.”
Ok. Den Steuerzahler kostet meine Dienstreise nun 50 Cent mehr als nötig. Aber die Alternative, zum Bahnhof zu laufen und am Schalter dem Bahnvertriebsbeauftragten meinen Reisewunsch darzulegen und eine umfängliche Beratungsdienstleistung in Anspruch zu nehmen, hätte mindestens eine halbe Stunde meiner Arbeitszeit in Anspruch genommen und die kostet den Steuerzahler weit mehr als 50 Cent. Also: Geld gespart und einen darbenden Staatsbetrieb subventioniert. Ein guter Tag!
(P.S.: Dieser Bericht ist selbstverständlich nicht in meiner Arbeitszeit entstanden und verursacht dem Steuerzahler keine Mehrkosten.)
Immerhin noch ein paar Highlights für den Autokorsoafficionado:
- 0:27 bis 0:47: Maximalbeflaggung. Da muss gehupt werden, auch wenn das eigene Team verloren hat.
- 1:20 bis 1:24: Echte Spanier. Und sie haben mich entdeckt.
- 2:18 bis 2:19: Schlimm, was man heutzutage alles kaufen kann.
Ach ja, Silencer: Weiter die Straße runter ist tatsächlich eine Ampel und wie schon im ersten Autokorsi-Beitrag geschrieben: “Ich wohne in der Innenstadt, an einer kleinen und eigentlich recht ruhigen Nebenstraße, die aber leider Neumarkt und südliche Stadtausfahrt unter Umgehung des nur für Busse freigegebenen Teils der Johannisstraße auf dem kürzesten Wege verbindet.”
Seit Sonntag abend ist es wieder ruhig.

In puzzle books it would read as “Only move two bridges and never leave you truck alone with a policeman.”
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