Stefan – Down Under


Northern Territory
12. Oktober 2008, 15:36
Abgelegt unter: Sydney

Wie ihr alle wisst war ich vom 28. Sepember bis 7. Oktober im Outback Australiens. An dieser Stelle folgt jetzt eine hoffentlich nicht zuu lange Zusammenfasung:

28.9.: Es hieß gleich erstmal um 5 Uhr aufstehen, schnell was essen, zu Anke laufen und ab ins Taxi, dass uns dann zum Flughafen gebracht hat. Um 7:10 Uhr hob unsere Qantas Maschine in Richtung Alice Springs ab. Angeblich eines der wenigen Qantas Flugzeuge das nicht notlanden musste in den letzten Wochen ;) Schon während des Fluges konnte man beobachten wie sich der Boden unter uns langsam rot färbte und in eine trostlose Landschaft verwandelte…genau das was ich sehen wollte! Nach ca. drei Stunden Flug sind wir dann in Alice Springs. Ein kleiner Flughafen mitten im Nichts. Die gut 30° ließen sich eigentlich ganz gut aushalten und als erstes haben wir erstmal die Uhren umgestellt, da das Northern Territory eine halbe Stunde hinter New South Wales (Sydney) liegt. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht. Noch besser wurde es als dann nach einer Woche die Uhr in NSW eine Stunde vorgestellt wurde und im Northern Territory nicht. Echt nicht einfach hier was die Uhrzeit angeht…Aber genug davon. Vom Flughafen konnten wir dann den Shuttle Bus unseres Hostels dem “Haven” nutzen. Dort haben wir nur kurz unsere Sachen abgestellt und sind die Stadt erkunden gegangen. Mit ca. 28.000 Einwohner ist Alice Springs die zweitgrößte Stadt im Northern Territory nach Darwin. Deshalb haben wir auch  nur 1-2 Stunden gebraucht, bis wir das Gefühl hatten alles gesehen zu haben. Nachdem wir ne Weile durch die Straßen gelaufen sind, haben wir den Anzac Hill entdeckt, von wo aus man die Stadt super überblicken konnte.

Alice1 Alice2

Später kamen dann noch Eva und Melli mit einem anderen Flieger, da die beiden sich kurz nach uns entschlossen hatten die gleiche Tour zu machen. Melli war am Tag vorher noch im Krankenhaus weil das Auge entzündet war und der Arzt meinte fahr nicht, könnte böse enden, aber wie heißt es so schön: “No risk no fun”…Is dann letztendlich auch gut gegangen.

Abends haben wir dann nur noch was gekocht und etwas mit der kleinen Schlange gespielt die an der Rezeption zu finden “gespielt”. War cool das erste mal so ein Tier in der Hand zu haben! Dann gings früh ins Bett um am nächsten morgen pünktlich um 6 vor dem Hostel zu stehen, wo wir abgeholt werden sollten.

Alice3

29.9.: Nach einer dann nicht so gemütlichen Nacht im Haven standen wir also mit gepackten Sachen um 6 Uhr in der Hitze Australiens…es waren sicherlich noch 25° oder mehr…Nach und nach wurden alle Leute abgeholt bis nur noch wir und ein paar andere Leute da standen und mit 20 Minuten Verspätung kam dann auch Tanja, unser guide für die ersten drei Tage, an. Jetzt hieß es erstmal rein in den Bus und fahren fahren fahren…Im Bus saßen außer uns 4 Deutschen noch eine dreiköpfige australische Familie, drei Franzosen, eine Holländerin, zwei Japaner, eine Koreanerin und vier Engländer…achja und nochmal vier Deutsche ;) Die komplette 9-Tages Tour haben Alan, Dedree, Rowan (Die australische Famile), Pierre (Frankreich) und Nathalie (Holland), was sich auch als eine richtig coole Gruppe rausstellen würde! Während unserem ersten Stop dürften wir dann den größten Kidna (erinnert an nen Igel) und die größte Eidechse der Welt bestaunen, welche von der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele 2000 übrig geblieben sind. Außerdem haben es die Australier sowieso mit “den größten” Sachen der Welt. Wenn einer Gaststätte einfach die Kunden fehlen stellt sie sich halt “The Big Banana” vor die Türund die Leute werden schon kommen!

riesig1

Ansonsten hielten wir nur noch an um Holz für das Lagerfeuer zu sammeln oder die Bierpreise von 62 AUS$ für einen Kasten zu bestaunen…Nachmittags kamen wir dann an unserem ersten Campingplatz an in Yulura an. Die Zelte waren schon fast luxuriös und ein großes Küchenzelt lud zum kochen ein. Zunächst sind wir dann erstmal Homer Simpson alias die Olgas alias Kata Tjuta angucken gefahren. Homer Simpson weil esaus der Ferne dem liegenden Homer ähnelt, Olgas sind wohl der bekannte moderne Name und Kata Tjuta wie die Aborigines die Felsen nennen. Dort sind wir jedenfalls ne Weile rumgelaufen und ich habe meine ersten freilebenden Kängaruhs gesehen! Danach ging es dann zum Ayers Rock (Uluru) um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Nach allem was ich davon gehört habe waren meine Erwartungen wahrscheinlich so hoch das es fast unmöglich war sie zu erfüllen. Letztendlich war es schon beeindruckend diesen unnnatürlich geformten, roten Felsen umgeben von nichts zu beobachten. Die so berühmten Farbwechsel während des Sonnenuntergangs konnte man auch erkennen, aber konnten die mich bei weitem nicht so umhauen wie andere Leute die da standen und meinten “Oh schau mal, schon wieder eine andere Farbe”. Natürlich ändert der Felsen seine Farbe wenn es dunkel draußen wird ;) Das klingt jetzt natürlich schon ziemlich kritisch und ich fand es auch sehr cool das Ganze endlich mal selbst zu sehen, aber etwas gehyped wird es schon. Ich würde mich sogar darauf festlegen das im ganzen Northern Territory die Bevölkerungsdichte nirgends so hoch ist wie vor dem Zaun, wo man die tollen Bilder machen kann. Zumindest bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang! Interessant war es dann aber nochmal erklärt zu bekommen wie der Uluru oder Kata Tjuta entstanden sind. Danach ging es zurück zum Campingplatz wo die meisten von uns die Nacht in Swags geschlafen haben. Das ist eine Matraze die mit einer Zeltplane verbunden ist, sodass man es weich hat aber vor Regen geschützt ist. Super weil man so den kopf im Freien hatte und den wunderbaren Sternenhimmel bestaunen konnte! Wirklich mir keinem zu vergleichen den ich je gesehen habe. Ich schätze mal man konnte 3-4 mal so viele Sterne sehen wie bei einer sternklaren Nacht in Deutschland! Die Nacht sollte aber nur kurz werden, da wir am morgen den Sonnenaufgang am Uluru sehen wollten.

Uluru1 KataTjuta1 Zeltplatz1 Swag

30.9.: Als wir also um 4:30 Uhr geweckt wurden und ein kurzes Frühstück zu uns genommen hatten sind wir wieder zum Ayers Rock gefahren um den Sonnenaufgang zu sehen. Ich war schon ziemlich motiviert und obwohl wir nicht bei totaler Dunkelheit ankommen würden war ich schon recht sicher das der Berg um die Zeit sicher nicht so überlaufen sein würde..DENKSTE! Da steigt man morgens gegen kurz vor 6 aus dem Bus und da stehen schon 10 andere Busse und 200 leute und machen Fotos…Wir sind dann einfach 200 gelaufen und hatten einen ganz ruhigen Platz. Ob der Aufgang besser war als der Sonnenuntergang ist? Schwer zu sagen, anders auf jeden Fall. Schließlich standen wir auf der anderen Seite als am abend zuvor :D

Uluru2 Uluru3

Nachdem die Sonne also am Himmel strahlte sind wir näher herangefahren und hätten eigentlich die Möglichkeit gehabt raufzuklettern oder herumzulaufen, auf Grund der Windverhältnisse war das Besteigen allerdings verboten. Im Nachhinein vielleicht ganz gut, weil man bei herumlaufen (9km) sicherlich mehr zu sehen bekommt! Aus der Nähe gibt es nämlich einiges zu beobachten, wie zum Beispiel Darth Vader (leider falscher Farbmodus in dem Moment), einen riesen Wal und zum Abschluss das Schild das den Aufstieg verboten hat, wie man sieht ist der auch ohne Geländer oder Seil am Anfang:

Uluru5 Uluru7 Uluru6

Nach dem Marsch sind wir noch ne Weile im Kulturzentrum gewesen und haben bisschen was über die Kultur der Aborignes gelernt. Was ich ganz lustig fand war z.B. das dein Onkel auch dein Vater ist und die gleichen Rechte hat wie dein richtiger Vater. Ansonsten gibt es dort noch die Sorry Rocks, die von Touristen zurückgeschickt wurden, weil sie nach dem Einstecken erfahren haben das dies Unglück bringt, oder aus Respekt vor den Aborignes, da der Uluru für sie heilig ist!

Als nächstes haben wir uns dann auf den Weg Richtung Kings Canyon oder auch Kata Tjuta gemacht. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am Lake Amadeus, einem ausgetrockneten Salzsee und dem Mt. Connor vorbei. Letzterer wird auch gerne mal Fooluru genannt, weil man ihn auch gerne mal mit dem Ayers Rock verwechseln kann.

LakeAmadeus MtConnor

Abends haben wir dann mal wieder einen schönen Sonnenuntergang gesehen und Stockbrot im Lagefeuer gebacken, Später gab es dann auch noch Marshmallows, die wir besser mal alle hätten essen sollen, denn bei der Hitze im Outback verwandelten sich die MarshmallowS bald in einen Marshmallow…DieNacht wurd dann wieder in Swags verbracht, was ichin den kommenden Nächsten vermissen würde!!

Camp1 Camp2 Camp3 Camp4

01.10.: Heute hieß es mal erst um 6 Uhr aufstehen und um 7 haben wir uns dann Richtung Kings Canyon gemacht. Als erstes mussten wir einen recht anstrengenden Aufstieg absolvieren, dann wurde man aber auch mit einer super Aussicht auf das Tal belohnt. Der Kings Canyon selbst ist aber auch grandios, er besteht aus sehr vielen aufeinanderliegenden Sandschichten. Während unseres ca. 3 Stunden Laufes kamen wir auch am Garten von Eden vorbei. Ein grüner Streifen zwischen zwei Felswänden. Theoretisch hätte man in einem kleinen See auch schwimmen können, aber dazu ist es leider nicht gekommen. Gegen Ende hab ich mich einfach mal zurückfallen lassen und saß für 5 Minuten einfach nur auf einem kleinen Felsen und hab die totale Stille genossen. Man konnte einfach nichts hören, nicht mal Wind, total idyllisch!

KingsCanyon3 KingsCanyon1 KingsCanyon2 KingsCanyon4

Später sind wir dann zurück nach Alice Springs gefahren und haben Robbert, den Koch einer anderen Adventure Tours Gruppe mitgenommen. Er hatte keine Lust mehr auf die langweilige Gruppe, weil sie aus älteren Leuten bestand die eine “Luxus Tour” gebucht hatten. Er hat dann auch gleich mal für gute Stimmung im Bus gesorgt, wodurch die Rückfahrt schon unterhaltsam war. Von Tanja ging leider nicht so viel lustige Stimmung aus…Auf dem nächsten Bild kommt hoffentlich mal rüber, wie das Straßensystem im Outback aussieht…Immer geradeaus, bis zum Horizont ;) Außerdem haben wir Hampy getroffen, eines der freilebenden Kamele. Außerdem gibt es in keinem Land mehr von der Sorte!

Straße Hampy

In Alice Springs haben wir wieder im Haven eingecheckt und sind anschließend mit der gesamten Gruppe ins Bojangles gegangen, ein netter Saloon wie in den bekannten Western Filmen! Am Eingang kann man sich erstmal an den Erdnüssen bedienen und die Schalen werden dann einfach über die Schultern auf den Boden geworfen! Ich habe an diesem Abend das erste Mal Känguruh-Fleisch gegessen und war total begeistert! Klar, es war auch von einem richtigen Koch gemacht, aber ich hätte nicht gedacht das das billigste Fleisch in Australien auch das für meinen Geschmack beste ist!

Bojangles


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