Irgendwann vor langer, langer Zeit erblickte der Personal Digital Assistent oder kurz PDA das Licht der Welt. Für die einen war es die eierlegende Wollmilchsau, die durch ihr bloße Anwesenheit das Chaos vertrieben, für viele Betriebswirte war es die einzige Sekretärin, die sie jemals bekommen würden und wieder andere beschäftigten sich Tage und Wochen damit um die anfangs spärlichen Funktionen zu studieren und auf ihre Bedürfnisse umzubiegen. Eine der treibenden Kräfte in diesem Sektor war die Firma Palm. Herr Birnbaum hat natürlich noch ein, zwei Schätzchen im Lager liegen, Palm Pilot und Palm m 505:

Irgendwo in der Familie leistet auch noch ein Palm Tungsten (auch Palm Thorsten genannt) sein Unwesen. Auch der Riese aus Redmond stieg in den Sektor ein und einige Jahre später, die Elektronik wurde wie immer immer kleiner, wurden dann der PDA mit Handy gekreuzt und heraus kam das Smartphone. Das war dann auch irgendwann die Zeit, in der Palm beschloss, den Laden dann doch mal so richtig gegen die Wand fahren zu lassen, weder Hardware noch Software wollten mehr so recht innovativ sein. Soweit die erste kurze Reise durch das Leben der kleinen Helferlein.
Mittlerweile sind noch einige Jährchen ins Land gezogen, der PDA/Smartphone Markt ist reichlich zerklüftet da dann neben Palm und Mircrosoft auch noch Nokia uns andere die versuchten, mit Symbian Marktanteile zu erobern. Eigentlich war das bis vor ca. 4 Jahren eine Nische, die kein bisschen Trendy war. Ungefähr in dieser Zeit stieß ich auf einen Artikel, der über zwei Forschungsprojekte berichtete, Projekte von Totgesagten, die auch gleich noch eine Nummer toter gesagt wurden. Sie wurden als die beiden einzigen großen Forschungsprojekte im Bereich Mensch-Maschine Kommunikation für die nächsten Jahrzehnte angepriesen.
Diese Produkte kennt mittlerweile jeder, Nintendo schraubte an der wii, die nicht unglaubliche Rechen- und Grafikleistung versprach sondern nen Nunchuk und die Wiimote und schöne, meist unrealistisch bunter Grafik. Der andere Totgesagte war Apple, sie schraubten grade das Betriebssystem für iPhone und iPod Touch zusammen. Sie wollten die Kunststoffstifte, mit denen PDA’s bisher bedient wurden verbannen und alles mit den Fingern bedienbar machen. Konnte ja nischt werden … denkste. Wird jetzt alles kopiert, Projekt Natal, Fuchtelstöcke für die PS3, … . Ich drifte irgendwie ab.
Also weg von den Konsolen, es geht um Smartphones. Mittlerweile wird das Konzept des iPhone Betriebssystem von jedem Handy Hersteller kopiert. Bunte Icons auf schwarzem Grund, selber forschen ist doof. Okay bei vielen iPhone Clonen sieht man, das schwarz-bunt nicht reicht, die Hardware dahinter macht meist schlapp und reagiert mit einer gewissen Trägheit auf die Eingaben der Endbenutzer. Plötzlich sind Smartphones trendy – shocking. Diese Entwicklung führt a) zum Markteintritt des weißen Riesen aka Google
, die ihr Handy Betriebssystem Android nennen und erstmal in magentafarbenem Gewand verkaufen und b) zu dem genialen Einfall bei Palm, das man kurz vor der Pleite vielleicht auch ein iPhone ähnliches Betriebssystem/Gerät entwickeln sollte, um vielleicht doch wieder reich und berühmt zu werden.
Und was soll man nun kaufen? iPhone, Pre oder doch vielleicht nen Hero von HTC? Muss ich doch das gute alte N70 wieder aufwecken? Ich versuche es heraus zu finde, jenseits von Megapixeln und Gigahertz.
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