Vorlesungsaufzeichnungsportale der Welt

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Im Sommer 2009 wurde das Projekt Opencast Matterhorn gestartet, mit dem Ziel eine neue Open Source  Software zur Erstellung Vorlesungsaufzeichnung mit einem Team internationaler Hochschulen zu entwickeln. Neben der Universität Osnabrück ist noch die ETH Zürich sowie die Universitäten aus Berkeley, Koppenhagen, Vigo in Spanien, Cambridge, Indiana, Tel Aviv, Saskatchewan, die Nothwestern University und einige mehr beteiligt. Die Entwicklung geht gut voran, obwohl die Entwickler quer über den Globus verteilt arbeiten.

Auch wenn man sich schon aus Videokonferenzen kennt, ist es etwas Besonderes wenn man sich einmal persönlich trifft. Dies geschah vor ungefähr einem Monat in Zürich. Dank einer großzügigen Förderung durch die Mellon und die Hewlett Foundation, die auch das Projekt finanzieren war dieses wichtige Treffen möglich.

Neben einigen Workshops rund um Themen wie Architektur, Programmierung und Design gab es auch Interview Sessions.

Warum soll ich Matterhorn benutzen? Hier einige gute Gründe:

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Natürlich gab es auch noch Aktivitäten jenseits der Meetings zwischen 9 und 5:

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Mittlerweile sind wir alle wieder gut an unseren Heimat Universitäten angekommen und arbeiten hart am ersten Release, dass Anfang Januar erscheinen wird.

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Und wieder macht sich Herr Birnbaum auf den Weg, die Vorlesungsaufzeichnungsportale dieser Welt zu Bereisen. Bei seiner dritten Reise geht es wieder quer durch die Republik. In dieser Folge erstmals mit Screenshot von jedem besuchten Portal.

Videoportal LeuphanaZunächst beleiben wir jedoch in Niedersachsen. Es gibt eine Korrektur meines letzten Reiseberichts. Mein Kollege Rüdiger hat dann doch noch das richtig Portal der Leuphana Universität zu Lüneburg gefunden:  http://www.leuphana.de/projekt-webvideo/webvideo/videos-on-demand/videodatenbank/titelindex.html. Ist ganz einfach zu merke. Das Portal fügt sich in das Coporate Design der Uni ein und bietet die Möglichkeit, die Videos nach einem Zeitindex, nach einem Titelindex oder nach den Autoren zu sortieren. Vorherrschendes Dateiformat ist Real Video, die neueren Beiträge sLeuphana Win Formatind jedoch in Flash. Vereinzelt findet man auch noch Beiträge in einem Windows Format, die mit dem Microsoft Producer erstellt wurden. Mehr konnte ich leider nicht herausfinden, da diese nur mit einem IE ab Version 5.5 angeschaut werden können und den gibt für den Mac (und auch für Linux) nicht. Alles in allem eine sehr interessante Seite, die aber hauptsächlich durch Material von studentischen Projekten und Vorträgen bzw. Feierstunden lebt.

Videoportal LMUWeiter gehts Richtung Süden an die Ludwig-Maximilians-Universität in München. Dort wurde grade das Hauseigene “Video online” Portal überarbeitet. Das Portal bietet Videomitschnitte im Quicktime Format an, die nach Semester, Fakultät und Dozent sortiert durchstöbert werden können. Dabei bieten sie ein Feature, das wir bei Lernfunk auch schon seit längerem implementieren möchten, es aber auch Zeitgründen noch nicht geschafft haben: RSS Feeds zu dem jeweiligen Interessensfeld abonnieren. Weiterhin bietet das Portal der LMU noch Podcasts zu ausgewählten Vorlesungen. Das Angebot der Aufzeichnungen geht dabei quer durch die Fakultäten. Die Videomitschnitte laufen recht flüssig im Browser (Firefox mit QuickTime Plug-In). Alles in allem ein schickes kleines Portal, mit einem breit gefächerten Spektrum an Inhalten.

Portal UC BerkeleyUnd nun geht es ab über den großen Teich zu einem weiteren Opencast Partner, der UC Berkeley. Hier erstmal der Link zum Portal. Wie die meisten großen amerikanischen Unis ist auch Berkeley mit einem breiten Angebot bei iTunes U vertreten und betreibt einen eigene youtube Channel.

Das Portal enthält Vorlesungen, Events und Multimediainhalte der Uni. Die nicht Podcast Inhalte liegen als Real Video und in Flash vor. Das Webcast Portal ist ein wenig unübersichtlich, vor allem, da die Menge der Aufzeichnungen deutlich größer ist als die an europäischen bzw. deutschen Universitäten. Wer Lust und Zeit zum Stöbern hat findet in diesem Portal viele spannende Aufzeichnungen.

Das war mal wieder eine kurze Reise durch einige Vorlesungsportale. Auf dem Rückweg nach Osnabrück schauen wir mal wieder bei den innovativen Vorreitern von www.bildungsrepublik.de vorbei und stellen fest: nöö immer noch nichts. Innovation braucht wirklich sehr sehr sehr sehr sehr viel Zeit.

Übernächste Woche gehts zur AMH Tagung nach Jena. Ich hoffe das ich von da mit einigen neuen Portalen zurück komme. Ich denke ich werde wie immer ein paar Beiträge quasi Live bloggen und einen Votrag darf ich auch halten.

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Leider klemmt das Update sämtlicher Plug-Ins und Komponenten auf die neue Datenbank Version 2. Während Stud.IP noch nicht wieder angeschlossen ist, sind viele weitere Angebote wieder online. Der Lernfunk Store tut wieder seine Dienste und bietet neue Features. Auch die virtUOS Homepage ist wieder angeschlossen. Also ist morgen noch einiges zu tun.

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Nachdem ich meinen erster Beitrag aus dieser Serie noch unter dem eher nach einem einmaligen Titel klingenden  „Jedem sein Vorlesungsaufzeichnungsportal“  veröffentlicht habe, habe ich mir nun einen Titel für eine ganze Serie von Beiträgen zum Thema Vorlesungsaufzeichnungsportale überlegt. Eine der Gründe dafür ist sicher, dass immer wieder neu Portale das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Bei dieser Rundreise durch die Vorlesungsaufzeichnungsportale der Welt starte ich direkt in der Nachbarschaft und hab erstmal zwei weitere, niedersächsische Portale ausfindig gemacht. Zuerst geht es zum Videoportal der Leuphana Universität in Lüneburg. Auf der Homepage der Uni findet man erstmal nur einen Hinweis auf den in den Medien wesentlich beliebteren Podcast, das Portal ist nicht so einfach zu finden. Ich hab es mit dem beliebten URL raten versucht und gleich der erste Versuch, http://video.uni-lueneburg.de/ ist ein Volltreffer. Leider ist der letzte Eintrag vom 20.03.2007. Das Portal ist wohl nicht mehr in Betrieb. Auch der Podcast ist schon ein bisschen angestaubt, der letzte Beitrag ist vom 09.10.2008. Eine Suche nach Streaming auf der Leuphan Homepage führt hierher. Da fehlt wohl der Bauarbeiter.

Weiter geht’s zu TU Clausthal. Hier findet man sehr schnell die Vorlesungsaufzeichnungen (über Dienste -> Streaming Video), die direkte URL lautet http://video.tu-clausthal.de/. Es gibt eine ganze Menge Aufzeichnungen, die nach Institut sortiert angezeigt wird. Leider wir nicht Angezeigt, ob und wie viele Aufzeichnungen je Veranstaltung öffentlich zugänglich sind. Die meisten Aufzeichnungen beleiben wohl den lokalen Studenten vorbehalten. Das meiste wurden mit Lecturnity aufgezeichnet. Dafür benötigt man das mittlerweile wenig verbreitete und nicht immer unproblematische Real Plug-In. Auch reine Videoaufzeichnungen liegen noch im Real Format vor.

Weiter Richtung Sonne nach Spanien an die Universtät Vigo. Hier gibt es uvigo.tv. Dieses Vorlesungaufzeichnungsportal glänzt mit 370 Serien mit ingesamt 2652 Videos online (stand 05.02.09, 19:15 Uhr). Das Material ist größtenteils auf Spanisch und wir als .asx für den Windows Media Player oder VLC ausgeliefert. An dieser Stelle verlässt mich jetzt mein nicht vorhandenes Spanisch. Mehr Infos gibt es wenn der Autor endlich mal Spanisch lernt. Uvigo.tv basiert auf dem selbst entwickelten audiovisuellen CMS PuMuKIT (nicht zu verwechseln mit dem Pumuckl), mehr Informationen gibt’s hier (englischsprachige Projektseite bei Opencast).

Das war mal wieder eine kurze Reise durch einige Vorlesungsportale. Auf dem Rückweg nach Osnabrück schauen wir mal wieder bei den innovativen Vorreitern von www.bildungsrepublik.de vorbei und stellen fest: nöö immer noch nichts. Innovation braucht seine Zeit. Bis zum nächsten mal.

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Vor knapp zwei Jahren habe ich begonnen, Lernfunk zu entwickeln. Dabei ging es mir um zwei Dinge. Zuerst einmal wollte ich ein Portal bauen, in dem man nicht nur Podcasts (damals wie heute das Format, über das die Medien berichten) finden konnte, sondern auch Vorlesungsaufzeichnungen mit Videos und Folien. Nachdem ich die ein wenig mit der Datenbank gespielt hab ist mir aufgefallen, das die Hauptaufgabe eines solchen Systems doch primär in der Verteilung der Inhalte in der Uni liegen sollte. Das Portal war anfangs also nur ein Nebenprodukt, was aber stetig an Bedeutung gewinnt.

Nun fast zwei Jahre später scheint zumindest in den Bereich der Portale Bewegung zu kommen, innerhalb von einer Woche bekam ich den Hinweis auf zwei neue Portale. Wird also mal Zeit für eine Bestandsaufnahme jenseits von Lernfunk.de.

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About Herr Birnbaum

Herr Birnbaum ist eigentlich Betriebswirt. Durch eine glückliche Wendung in seinem Leben hat er die böse Seite verlassen und beschäftigt sich nun mit der Nutzung von Vorlesungsaufzeichnungen

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