In allen Filmen im Seminar „Filme der Schule – Schule der Filme“ ist die Institution ein zentrales Element im Film. Ein wichtiger Aspekt jeder Institution ist natürlich, wie der Raum durch die Architektur gestaltet ist und somit Interaktion ermöglicht oder verhindert. Bitte fertigen sie bis Mittwoch, den 11.09.2009 eine Skizze an, die das Gebäude und dessen Umfeld zeigt. Kommentieren Sie zudem, was sie gezeichnet haben. Sie können sowohl einen Lageplan von oben entwerfen oder direkt das Gebäude zeichnen. Bei der Skizze wird nicht die künstlerische Qualität der Ausführung bewertet. Es geht eher um das Kartographieren verschiedener Orte im Film. Viel Spaß dabei.

Ein Pingback

Liste der Filme

Im Seminar “Filme der Schule – Schule der Filme” analysieren Studierende das im Film transportierte Bild der Schule. Die ersten Blogs sind bereits angelegt. Die Liste wird regelmäßig vervollständigt.

187 – eine tödliche Zahl

Ungeküsst

Die Asche meiner Mutter

“Bildung” ist ein problematisches Wort. Wir leben angeblich in einer Bildungs- anstatt einer Bundesrepublik. Bildung wird von allen gefordert, obwohl niemand genau sagen kann, was er damit meint, ob und wie sie gefördert werden kann.

Wie kann Bildung also aufgefasst werden. Ich greife zwei Formulierungen heraus. Die eine ist jüngeren Datums und stammt von Rainer Kokemohr. Diese Definition, die Bildung als Transformationsprozess beschreibt, wurde dann von Winfried Marotzki, Hans-Christoph Koller und Olaf Sanders weiterentwickelt. Die zweite Dimension stammt von Wilhelm von Humboldt.

  1. Bildung wird verstanden als „Prozesse einer grundlegenden Transformation von Welt- und Selbstverhältnissen dort, wo auf neue Problemerfahrungen in schon erworbenen Orientierungen nicht mehr angemessen geantwortet werden kann […]“ (Kokemohr 2000, S. 421) Dabei ist entscheidend, dass sich diese Transformation durch die Erfahrung des Fremden (möglicherweise) angeregt werden.
  2. „Der wahre Zwek des Menschen – nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welche die ewig unveränderliche Natur (Vernunft) ihm zuschreibt – ist die höchste und proportionirlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.“ (Humboldt 1972/1980, S. 64)

Beide Definitionen sind problembehaftet. So betont Humboldt, dass der Mensch sich nur in Wechselwirkung mit einer widerständigen Welt bilden kann. Bildung ist demnach ein Prozess, der nicht nur im Ich angesiedelt ist, sondern der im Entwurf, der Erfahrung und  der Reflexion sich vollzieht. Demnach kann man sich nicht alleine bilden, aber auch nicht von außen gebildet werden. Allerdings ist mit der Formulierung “die höchste und proportionirlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen” letztlich eine normative Dimension in seiner Theorie enthalten. Die “proportionirlichste Bildung” ist der unhinterfragt Maßstab.

Kokemohrs Bildungsbegriff, der hier Friedrich Nietzsche folgt, erscheint zunächst offener angelegt. Bildung sei als Transformationsprozess zu verstehen, in dem sich die Beziehung zur Welt und zur sich selbst verändert. Dabei bleibt unbestimmt, welches Ziel Bildung eigentlich hat. Ein Telos kann nicht angegeben werden.

Aber wirklich befriedigen kann die Formulierung von Kokemohr auch nicht. So erscheinen uns Bildungsprozesse als problematisch, weil sie in Sackgassen führen können. Kann man noch von Bildung sprechen, wenn sich jemand z. B. zu einem “Neonazi” transformiert? Die Frage hier ist offen und reißt eine Wunde, die die Bildungstheorie nicht mehr so einfach loswerden kann.

Ich bin gespannt, wie dieses Problem in der nächsten Woche diskutiert wird.

Ciao Tim

Nachdem mich eine kleine Blogdepression erwischt hat, melde ich mich mal wieder und erzähle was zu den beiden Seminaren, die ich in Osnabrück und Holzminden halte. Das Seminar in OS findet, wie Cybso richtig erkannt hat, immer Montag von 14:00 bis 16:00 Uhr statt. In Holzminden habe ich nur drei Präsenztermine.  Der Rest muss Online abgewickelt werden. Um eine etwas bessere Ansprache zu ermöglichen, nutze in dazu den virtPresenter und beschreibe so den Stand des Seminars.

Zur Problemstellung: Ziel des Seminars ist es, einen Film aus bildungstheoretischer Perspektive zu interpretieren. Ich gehe davon aus, dass in Filmen ein implizites Wissen darüber vorhanden ist, wie sich Menschen in der gegenwärtigen Gesellschaft bilden. Bildung ist nach Kokemohr keine normative Kategorie, sondern sie beschreibt Transformationsprozesse, in denen sich Figuren eines Welt- und Selbstverhältnisses angesichts schwieriger Problemlagen verändern.

Zur Vorgehensweise: Bildungsphilosophische Diskussionen sind meistens recht anspruchsvoll, was den Abstraktionsgrad der Texte und die darin verwendeten Theoriefiguren angeht. Daher ist es mir besonders wichtig, sowohl einen Einblicke in diese Theorien zu ermöglichen und vor allem diese am empirischen Material zu erproben. Die Anwendung solcher Theoriefiguren auf einen Gegenstand erscheint mir besonders wichtig, da nur so dauerhaft “etwas hängen bleibt”.

Zur Arbeitsteilung: Damit eine kontinuierliche Arbeit der Studierenden gewährleistet ist, soll sich jeweils eine kleine Gruppe mit einem Film beschäftigen. Im Laufe des Seminars entwickelt sich durch verschiedene Aufgaben dann eine bildungstheoretisch fundierte Filmanalyse. Während ich im Seminar vor zwei Semester noch pro Person einen Film analysieren ließ, habe ich jetzt Kleingruppen bilden lassen. Ich hoffe, dass so die Diskussion untereinander zu “besseren” Ergebnissen führt, da mehrer Personen auf die Texte schauen. Allerdings ist die Identifikation mit dem “eigenen” Film im eigenen “Blog” dann nicht so hoch.

Der Filmkanon: Vor zwei Semestern habe ich es den Studierenden freigestellt, sich einen eigenen Film auszusuchen. Dieses stellt mich aber vor Probleme, da ich nicht jeden Film sehen konnte. Deswegen habe ich mich in diesem Semester dafür entscheiden, eine Liste mit Filmen vorzugeben. Auch hier muss ich eine gewisse Einschränkung der Freiheit bei der Filmwahl in Kauf nehmen, um genaueres Feedback geben zu können. Ein typisch (kantisches) Erziehungsproblem.

Vorgehensweise:

  1. Um einen Film analysieren zu können, muss man ihn erst beschreiben. Dieses ist aber gar keine einfache Aufgabe. Eine Aufzählung von Fakten hilft einem da nicht weiter. Andererseits darf man in der Beschreibung nicht vorschnell eine Interpretation liefern. Dieses Problem ist letztlich nicht zu umgehen, sondern muss kreativ “gelöst” werden.
  2. Danach setzt in meinen Seminaren die Bildungsproblematik an. Also inwieweit lassen sich Situationen ausmachen, die den Protagonisten zu einer Transformation zugrunde gelegter Figuren eines Welt- und Selbstverhältnisses herausfordern. Anders und vereinfachend formuliert: Was muss die “Person bei sich” ändern, um mit der Situation klarzukommen.
  3. Diese Bildungsherausforderung ist durch ein “Fremdes” bedingt, auf dass der Protagnist reagieren muss.
  4. Dafür muss man Figuren ausfindig machen, wie Formulierungen, Bilder, Handlungen, die eine Transformation durchlaufen.
  5. (…)

 Der aktuelle Stand: Derzeit werden folgende Film besprochen.

  • High Noon
  • Badlands
  • Rashomon
  • Fenster zum Hof (OS)
    • Zusammenfassung (OS)
    • Bildungsprozesse (OS)
  • Ein Wolfsjunge
    • Zusammenfassung (OS, HAWK)
    • Bildungsprozesse (OS, HAWK)
    • Figuren eins Welt- und Selbstverhältnisses (HAWK)
  • Die Verachtung
    • Zusammenfassung (HAWK)
    • Bildungsprozesse (HAWK)
  • Easy Rider
    • Zusammenfassung (OS, HAWK)
    • Bildungsprozesse (OS, HAWK)
  • Taxi Driver
  • Blow Up
  • Revolver
    • Zusammenfassung (HAWK)
    • Bildungsprozesse (HAWK)

Soweit meine vorläufige Zusammenstellung.

Ciao Tim Schmidt

Holger Tepe hat mir folgenden Hinweis zugeschickt. Wer als Student/in daran Interesse hat, möge sich bitte vertrauensvoll an mich wenden.

Workshops für Lehrer/innen und Schüler/innen

Filme eröffnen die Möglichkeit über den Tellerrand zu blicken und sich die Welt mit Herz und Verstand zu erschließen. Doch zugleich verfügen sie über zahlreiche Mittel unseren Blick auf die Welt zu lenken und zu manipulieren. Je mehr wir über die Mittel und Möglichkeiten des Films wissen desto besser können wir das Gesehene beurteilen und in der spannenden Auseinandersetzung mit der „täglichen Bilderflut“ Stellung beziehen. Daher bietet das FilmFest erstmals Workshops zum Thema Filmästhetik und Filmrezeption an, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Filme mit der Wirklichkeit umgehen und wie wir selbst die Wirklichkeit, speziell in der 3. Welt, durch die Medien wahrnehmen.

WiKi – Welt im Kino

Workshop für Lehrer/innen und PädagogInnen

 

Leitung: Marcel Kawentel & Timo Lombeck

Maximale Teilnehmerzahl: 20

Ort: Medienzentrum Osnabrück, Natruper Straße 50, 49076 Osnabrück

Termin: Donnerstag, 04.09.2008, 16.00 – 20.00 Uhr

Freitag, 05.09.2008. 16.00 –19.00 Uhr

Der Workshop wendet sich an Lehrer/innen und PädagogInnen, die Film als didaktisches Mittel im Unterricht oder in Projekten einsetzen wollen, um das Interesse von Kindern und Jugendlichen für entwicklungspolitische Themen zu wecken. Als populäres Medium für junge Menschen sind Filme besonders geeignet einen Zugang zu komplexen Themen zu schaffen.

Der erste Teil des Workshops stellt die Filmästhetik in den Mittelpunkt: Mit welchen Mitteln arbeiten Regisseure, um ihre Sicht auf ein Thema darzustellen? Wie gelingt es ihnen uns emotional zu berühren, uns zu informieren oder zu beeinflussen? Neben kurzen Filmbeispielen werden in diesem Teil auch praktische Übungen mit der Kamera genutzt, um die Methoden des Erzählens zu verdeutlichen.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns dann mit Filmrezeption und der Frage, wie Filme unsere Wahrnehmungder sogenannten 3. Welt beeinflussen? Hierzu werden erweiterte Filmsequenzen aus dem ersten Teil eingesetzt und diskutiert. Wie nehmen wir z. B. ein Thema wahr, wenn es einerseits dokumentarisch und anderseits im Spielfilm dargestellt wird? Wie verändert sich unsere Sichtweise, wenn eine Szene nicht mehr einzeln, sondern im Zusammenhang betrachtet wird?

Die TeilnehmerInnen erhalten darüber hinaus praktische Informationen zum Einsatz von Filmen. Wo können Filme zum Thema Entwicklungspolitik bezogen werden und wo gibt es Hilfen für den Unterricht, wie z. B. Bildungshefte zu Filmen.

Leserschaft, Nutzung und Bewertung des BILDblog

Kurzer Einblick in den asiatischen Web- oder Internetmarkt und momentane Trends und Entwicklungen.

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http://www.youtube.com/watch?v=cU4paBcX5Ww

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Gezeigt in:

First they twitter, later they shit on your head

Eine monochrom-Abendgestaltung

Wer schreibt hier eigentlich?


Hallo liebe Surfer, Browser und Blogger. In diesem Weblog schreibe ich meine Ideen, Meinungen und Skizzen zum Thema Filmbildung. Ciao Tim

P.S: Bitte kommentiert soviel ihr wollt!

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