Veranstaltung: Informatik A: Algorithmen
Art: Vorlesung, Übung, Testat
Dozent: Prof. Dr. Oliver Vornberger
Klausurzulassung: 50% bei jedem der wöchentlichen Übungsblättern, ein Freischuss
Besonderes: Dieses Jahr wurde Oliver Vornberger mit dem mit 50.000€ dotierten ars-legendi-Preis für seine herrvorragende Hochschullehre ausgezeichnet (Pressemitteilung). Sehr zurecht, wie ich finde!
Zeiten: Die Vorlesung war Montags und Dienstags jeweils von 14:00 – 16:00, die 4 Übungen waren über den ganzen Donnerstag verteilt.
Die Vorlesung:
Algorithmen war zweifelsohne die beste Vorlesung des ersten Semesters. Der Dozent war stets ausgezeichnet vorbereitet, hat einige Running- Gags auf Lager und regt mit einigen Zwischenfragen zum Mitdenken an. Obwohl die Vorlesung meiner Meinung nach etwas zu sehr Java-lastig war und ein kleiner Teil der vertiefenden Theorie damit auf der Strecke blieb, tat das dem Gesamtverständnis nicht weh. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass der Dozent als einziger im ersten Semester ohne Beamer auskommt und ausschließlich die Tafel benutzt. Sehr hilfreich ist auch der Livestream ins Internet und die Video-Aufzeichnung der Vorlesung, die – mit Slides unterstützt – alles auch online für diejenigen bereithält, die evtl. nicht zur Vorlesung erscheinen konnten oder einfach nicht aufgepasst haben und etwas nochmal nachschauen wollen. Dazu gibt es noch ein ausführliches Skript (online und in DIN A5-Druckform für 6€), was im Laufe der Vorlesung quasi 1:1 von Vornberger an die Tafel geschrieben wird.
Die Übung:
Zur Auswahl gab es vier Übungen, die ersten beiden wurden von Dorothee Langfeld, die letzten beiden von Patrick Fox gehalten. Diese dienten hauptsächlich dazu, die Lösungen des letzten Übungsblattes zu besprechen und Hilfestellung in Form von ähnlich gebauten Beispielen für das aktuelle Übungsblatt zu geben. Die Übungen waren größtenteils verständlich und die beiden Leiter auch meist gut vorbereitet. Zwischenfragen waren immer erwünscht und die Atmosphäre war relativ entspannt. Dazu muss ich allerdigns sagen, dass ich nicht allzu oft in der Übung war, weil wir das Übungsblatt meist am Tag vor der Übung bereits bearbeitet hatten.
Die Übungsblätter:
Jede Woche gab es ein Übungsblatt zu bearbeiten, was aus theoretischen und praktischen Aufgabestellungen bestand, wobei der Schwerpunkt auf der Erstellung von JAVA-Programmen lag. Die Übungsblätter waren alle sehr umfangreich und bedeuteten für jemanden, der keine Vorkenntnisse im Programmieren hat meist um die 10h zusätzlicher Arbeit pro Woche. Die erarbeiteten Lösungen mussten dem jeweiligen Tutor in 2er-Gruppen in einem halbstündigen Testat präsentiert werden. Dazu stellt der Tutor noch einige Fragen zu den letzten beiden Vorlesungen. Unsere Tutorin war Elisa Klose, die zwar streng aber ausgesprochen fair bewertete, aber auch Punkte für Formalia in den Programmen abzog, was viele andere Tutoren lockerer hielten. Allerdings muss man sagen, dass unsere Programm dadurch zum Ende am allerbesten aussahen, ordentlich kommentiert und strukturiert waren (wenn man sich mal angesehen hat, was manche Mitstudenten da abgegeben haben…), wodurch wir selbst letzendlich einiges mitgenommen haben.
Die Klausur:
… dauerte 120min und war auch der Zeit entsprechend umfangreich. Wer sich die Klausuren der vorigen Jahre angschaut hatte, war damit allerdings gut vorbereitet. Der Schwierigkeitsgrad war zwar nicht niedrig, auffallend schwer war die Klausur allerdings auch nicht. Dafür war eine Aufgabe (der Automat OSKAA) sehr missverständlich gestellt, was dann leider bei vielen zu Punktabzug geführt hat.