Gottesdienst Juni 2010

Ein sportlicher Blick auf das Thema Leidenschaft

Einen Tag vor Beginn der ersten Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden wurde auch der Ökumenische Hochschulgottesdienst sportlich.

Am 10. Juni hielt der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Christian Wopp die Kanzelrede in der Gymnasialkirche. Nachdem sich Prof. Kuhnke in der ersten Kanzelrede vor zwei Wochen der Mit-Leidenschaft (compassion) gewidmet hatte, wurde dieses Mal das Semesterthema Leidenschaft aus sportwissenschaftlicher Perspektive betrachtet.

Prof. Wopp lehrt und forscht seit April 1997 an der Universität Osnabrück. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Grundlagen von Sport und Gesellschaft, Sportentwicklung, Zukunftsfragen des Sports und Freizeitsport, während er u.a. in der systematischen Trendforschung und in der Forschung über die Entwicklung von Strategien zur Zukunftsgestaltung des Sports aktiv ist. Neben seiner universitären Arbeit berät Prof. Wopp Vereine, Verbände, Kommunen, Regionalverbände und Landesregierungen zu verschiedenen Fragen der Sportentwicklung.

Am Beispiel von zweier unterschiedlicher Sportgruppen, Marathonläufer und Skateboarder, führte Prof. Wopp in das Thema ein. Beide Gruppen sind geprägt von einer besonderen Leidenschaft für ihren Sportbereich. So sehr sich Ausdauer- und Funsportler in vielen Bereichen unterscheiden, so ähnlich sind sie sich doch in ihrer Hingabe für den Sport, welche vor allem durch die immer neue Überwindung von Schmerzen geprägt ist. Aus diesem Leiden wird durch das Erreichen der gesteckten Ziele und die innere Zufriedenheit die Art von Leidenschaft, die nicht nur Sportler empfinden.
Auch zur soeben begonnen Fußball-WM sprach Prof. Wopp zur Gemeinde. Dabei beließ er es nicht bei Erklärungen zur Faszination von Sportevents für den Zuschauer, sondern wies die Anwesenden abschließend auf die immer bestehende Möglichkeit hin, selbst als Aktiver die Leidenschaft des Sports zu entdecken.
Am Ende dieser Seite finden Sie die komplette Rede von Prof. Wopp als Podcast.

Wie jeder bisherige Gottesdienst gab es auch dieses Mal einen besonderen musikalischen Rahmen. Zum einen bot das Geigenquartett Marlis Voges, Alena Bottin, Leoni Herzog und Selja Tüllinghoff den Gottesdienstbesuchern eine Kostprobe ihres Könnens dar. Zum anderen feierte Niels Hiller seine Premiere als Organist bei den Ökumenischen Hochschulgottesdiensten.

Die Liturgie wurde wie immer in ökumenischer Zusammenarbeit gestaltet. Birgit Hosselmann (Hochschulseelsorgerin, KHG), Anne Kristin Micke und Bettina Rosenhagen (beide Institut für Ev. Theologie) führten durch den Gottesdienst. Unterstützung erhielten sie von Studierenden der Osnabrücker Hochschulen.

Herzliche Einladung zum nächsten Gottesdienst am Do., 8. Juni, wenn Frau Dr. Kayser-Kadereit (Universitätsmusikdirektorin) die Kanzelrede halten wird.

Kanzelrede von Herrn Prof. Dr. Christian Wopp: