03.06.09: Tag 11: Seetag. Wiesel, der blinde Passagier und eine große Überraschung

Die AIDA hat ein ausgeklüngeltes System, was Zimmerschlüssel und Bezahlung an Bord angeht. Es gibt für alles eine Bordkarte, die man mein Einchecken bekommt, und auf der ein am Anreisetag gemachtes Foto gespeichert wird, damit man an Bord identifizierbar ist.  Diese Karte ermöglicht einem nicht nur das Öffnen der eigenen Kabinentür, sondern auch das Bestellen und Bezahlen von Getränken jenseits der Mahlzeiten und das Auschecken zum Landgang an den verschiedenen Häfen. Ist ja auch logisch: Man kann nicht nur mit Scout und Ausflug das Schiff verlassen, sondern auch jederzeit auf eigene Faust – und irgendwie muss man ja sicherstellen, dass alle wieder da sind, bevor das Schiff abends wieder ablegt. Also alles in allem eine Multifunktionskarte, die aussieht wie eine Kreditkarte und mit Namen, Kabinennummer, Reisedaten usw. versehen ist.

Klar könnte man jetzt wieder drüber diskutieren, ob dann nicht diese Daten individuell ausgewertet werden können, weilman nachrechnen kann, wer was wann wo getrunken hat, wie oft er an Land war, ob er auf seinem Zimmer war zwischendurch usw. usw. Aber im Ernst: Wenn man in Betracht zieht, wie viele Leute irgendwelche Einkaufs-Punktesammel-Zusatzaktions-Supertruper-Bonuskarten einsetzen, und das freiwillig, muss man diese Diskussion gar nicht so unbedingt führen.
Zunächst aber mal ein paar Eindrücke des heutigen Tages:

Erstmal Kaffee zum Frühstück

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Relaxen im Zimmer

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“Dort wo der Horizont
sich mit dem Meer verbindet..”
(In Extremo)

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Horizontaler Wolkenaufbruch

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Wie auch immer- als ich am Abend dieses wunderbaren Sommertages (wir hatten fast überall auf unserer Reise um die 25 Grad, das glaubt mir jetzt vermutlich keiner, aber es war tatsächlich so angenehm mild bis warm, dass man teils nicht mehr glauben konnte, sich in den berüchtigten Regen-und-Nebel-Ländern zu befinden. [Wobei in London tatsächlich wesentlich weniger Regen fällt als in Deutschland, aber das nur am Rande]. Da traten der Theaterdirektor und der musikalische Leiter auf mich zu, deuteten auf das Wiesel und schauten mich streng an.
“Wir haben gehört, dass da ein blinder Passagier an Bord der AIDAcara ist.”
Schuldbewußt schauten das Wiesel und ich die beiden an.
“Aber wir haben auch eine Lösung dafür, das kann ja nicht so weitergehen..”

Während das Wiesel schon befürchtete, dass man es Kielholen lassen wollte, bekam es ein Geschenk, das uns beide breit grinsen ließ. Kay Ray hatte sich für das Wiesel eingesetzt und eine geniale Idee gehabt, denn ein Wiesel, das ernst genommen werden soll, ist eine eigene Persönlichkeit, und eine eigene Persönlichkeitkann natürlich nicht als blinder Passagier mitreisen.
Den Rest erzählen Euch wieder einmal die folgenden Bilder..

Wiesel ist nicht nur nicht mehr blinder Passagier..

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..es hatte auch sehr schnell seine eigene Fangemeinde. Diese entspannte Körperhaltung hatte das Wiesel übrigens auch auf Parties, beim Frühstück .. es konnte überall gut “sitzen”

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Nur abschließend: Das ist tatsächlich eine echte Bordkarte, die das Wiesel da hat. Wir haben aber nicht damit bezahlt – das Wiesel hatte nämlich weder Kreditkarte noch Bargeld dabei, um seine Bordrechnung zu begleichen ..

BigBird liest

Das Buch ohne Namen

BigBird hört

Klangstabil

BigBird schaut

Dr. House - Staffel 3

Awwwwwww! Wie süß! Die Leute auf der Aida sind echt puschlig! Seine eigene Karte, wie cool ist das denn!

Nochen wird bestimmt ganz schön eifersüchtig sein!

Ja, Nochen ist ein bisschen blass geworden, als er die Bilder gesehen hat. Ich musste ihm gleich versprechen, nächstes Mal auf JEDEN Fall ihn in den Urlaub mitzunehmen! ;)