An diesem Tag war das Wiesel nicht mit mir in Greenock und Glasgow gewesen. Ohne mir zu verraten, warum, hatte es sich wieder einmal heimlich, still und leise aus der Kabine geschlichen und blieb den ganzen Tag verschwunden. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es die AIDA kapern will, nachdem es wußte, wie man sie steuert, aber solche Absichten hatte das Wiesel natürlich nicht. Es hatte sich zu einem anderen Bekannten begeben. Dabei wurden wir an Land von diesem netten Gesellen hier begrüßt, der, abgesehen davon, dass er komisch lief, auch eine sehr ulkige Art zu winken hatte.. wir waren also tatsächlich in Schottland angekommen
Als U., C. und ich abends im Theater den zweiten Auftritt von Kay Ray genießen konnte, stellten wir nach einer Stunde Show fest, dass die auf 45 min angesetzte Show uns definitiv Bauchmuskelschmerzen und Lachtränen bescheren würde. Witze – auch und gerade unter die Gürtellinie - die dennoch eine gewisse Grenze niemals überschritten, ein Feuerwerk aus guter Laune und Spaß hatte uns fast den Atem geraubt. Zum Glück nur fast. Neben schrägen Outfits und krassem MakeUp steht Kay anscheinend auch auf Puschligkeit, hier links im Bild zu sehen
Als Kay sagte, Mario Barth sei ja auch ein netter Künstler, aber er selbst könne singen, konnten wir ihm nur zustimmen. Ob Robbie Williams, Rio Reiser oder eine Persiflage auf bekannte Sängerinnen – musikalisch kann Kay da mehr als mithalten. Abgesehen davon sind seine Witze besser und vor allem spontaner als die vieler anderer Künstler, beziehen sich auf aktuelle Vorgänge im Zuschauerraum oder eben auf aktuelle Umstände. (Und Captain Out habe ich bis heute immer noch nicht kennengelernt, aber das nur am Rande).
Nach 70 Minuten Show konnten wir schon fast nicht mehr, als uns noch mehr Puschligkeit erwartete. Kay suchte seinen Vodka und fand ihn in seinem auf die Bühne herabgelassenen Korb – und gleichzeitig das Wiesel, das sich mit dem Vodka in den Korb eingekuschelt hatte!
Kay begrüßte es mit den Worten “Ooooh, da ist ja das Wiesel” und erklärte anschließend dem erstaunten Publikum, dass Wiesel um die Welt reist und dabei viele Sachen erleben will. Anschließend posierte er für ein “Bühnen”-Bild und trank mit Wiesel und mir einen Vodka (na gut, es waren 2..).
Danach kannte eigentlich fast jeder das Wiesel. Es wurde gestreichelt, gegrüßt, fotografiert und ständig hörte ich “Guck mal, das ist ja das Wiesel” oder “Guck mal, da ist ja das Tier”. Ein Banause allerdings sagte “Guck mal, da ist ja der Otter”. Das hat das Wiesel ganz fuchsig gemacht. Aber am besten war mein kurzer Gang drei Tage später in den AIDA-Shop, wo ich nur was abholen wollte. Zweimal tippte mir jemandauf die Schulter und fragte “WO ist das Wiesel?” und das kam am Tag danach (als das Wiesel sich auf einem Ausflug im Rucksack tragen ließ, um sich vom Stress zu erholen) ebenfalls mehrmals vor. Wie C. schon sagte: Das Wiesel spielte ab diesem Abend eine große Rolle.
4 Kommentare
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Juni 13, 2009 um 10:15 pm
weltdeswissens
Also, aber das zweite Bild mit Kay und dem Wiesel… das ist schon ein bissel *räusper*
Juni 14, 2009 um 5:25 pm
bigbird
Ja, ich weiß … aber Kay ist anunmal auch etwas *räusper* .. vielleicht auch mehr als das
Somit diente der Vodka vielleicht als Entschädigung, wer weiß..
Juni 14, 2009 um 10:14 pm
weltdeswissens
Hauptsache, das Wiesel ist nicht traumatisiert… wenn der Vodka dabei behilflich war, ist es ja gut!
Juni 16, 2009 um 9:08 am
bigbird
Dem Wiesel gehts sehr sehr gut, keine Sorge!