1. Entwicklung von Castingshows
2. Einfluss auf Entwicklung und Verhalten von Kindern und Jugendlichen
3. Fazit
4. Quellen
Zu 1.
Talentwettbewerbe haben eine lange Tradition. Vorreiter war “Wer will, der kann” (1958-1961, ARD). Daraus hat sich eine Vielzahl von Shows entwickelt, die nahezu jeden künstlerischen Bereich abdecken:
- Popstars (2001-2009)
- Deutschland sucht den Superstar (2003-2009)
- Star Search (2003-2004)
- SSDSGPS (2004)
- Germanys Next Topmodel (2006-2009)
- You can dace (2007)
- Das Supertalent (2007-2009)
- Ich Tarzan, du Jane (2008)
- SDSDSSWEMOGABRTLAD (2008)
- Bully sucht die starken Männer (2008)
- The next Uri Geller (2008-2009)
- Mission Hollywood (2009)
Anfangs ging es dabei jedoch noch um das künstlerische Können, heute haben sich die Sendungen zu einem Massenunterhaltungsprogramm entwickelt, welches darauf abzielt, die Teilnehmer vorzuführen (eine
Genre-Mix aus Talentwettbewerb und Dokusoap). Die peinlichen und komischen Auftritte werden des Weiteren besonders hervorgehoben. Das ursprüngliche Ziel des Talentwettbewerbes “Wer will, der kann”, begabten Nachwuchs zu suchen und zu finden, ist dabei in den Hintergrund gerückt.
Zu 2.
Verhalten in der Show –> Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen
*Niedermachende-beleidigende, abwertende, herabwürdigende Kommentare der Jury (z. B. Dieter Bohlen, DSDS), sowie Postkommentare des Senders (z.B. Animationen und Grafiken)
*Annahme von Verhaltensweisen (auch wider des eigenen Alters), Verachtende Ausdrucksweise, Übernahme in
den “Alltagsgebrauch”, respektloser Umgang (–>Vorbildfunktion)
*Teilnehmer müssen “erwachsene” Verhaltensmuster annehmen und sich wider ihres Alters verhalten (z.B. sexy Blick, Germanys Next Topmodel)
*Verlust der Kindheit durch Nachahmung
*Wertschätzung des Aussehens (z.B. moderner oder eigener Kleidungsstil, Idealfigur, Umstylings, usw.)
*”Abnehmwahn”, erhöhte Kosten für Styling, Kleidung –>Verfolgung eines Ideals
*Darstellung von wirklichkeitsfremden Ereignissen und Übersinnlichem (z.B. Uri Geller)
*Verklärter Blick auf die Gesellschaft und das Umfeld
*Nur die positiven Seiten werden gezeigt und inszeniert
*Märchentraum
Um dem Einfluss der oben gennannten Punkte entgegen zu wirken, ist es aus Sicht des Jugendschutzes wichtig, dass die Eltern die Problematik erkennen und die Kinder festigen, in Sachen Rollenhinterfragung, Selbstbewusstsein und Toleranz.
Zu 3.
Nach unseren recherchierten Ergebnissen und eigenen Erfahrungen, sind wird wir zu dem Schluss gekommen, dass die Castingshows keinen vorteilhaften und vorbildlichen Einfluss auf die Kindheit und Jugend
nehmen. Ergänzend dazu haben wir in einem “csi-Forum” einige Kommentare zu Castinsgshows gelesen, die unsere Erkenntnisse unterstreichen: “Es ist amüsant”,”Die Kommentare der Jury sind gut”, “Es hat einen hohen Unterhaltungswert”, “Da wird doch geschummelt und gepusht”, “reine Volksverdummung”, “Haben die keine realistische Selbsteinschätzung”.
Die “Abhängigkeit” und “Verblendung” einiger Befragter ist dabei eindeutig erkennbar.
Zu 4.
http://www.lpr.niedersachsen.de/nano.cms/de/nimap/Page/1/?XAction=Details&XID=185
http://www.welt.de/vermischtes/article3626038/DSDS-moralische-Anstalt-der-Massengesellschaft.html
www.csi-forum.de
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